WOLFRAMS-ESCHENBACH (voj) – Um das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern, ist eine 56-köpfige Delegation aus Wolframs-Eschenbach nach Donzenac in Frankreich gereist.
Nach Ankunft per Bus und privaten Pkw wurde die Gruppe zu einem gemeinsamen Abendessen in der Schulmensa empfangen, berichtet zweiter Bürgermeister Johann Schlackl in einer Pressemitteilung. Der Musikverein wurde in den den gemeindeeigenen Chalets untergebracht und die Mitglieder des Partnerschaftskreises in befreundeten Familien aufgenommen.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Jubiläums. Nach dem Gottesdienst in der neu renovierten Kirche fand eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal statt. Die Hymnen von Deutschland, Frankreich und Europa spielte die örtliche Musikkapelle L’Avenir de Donzenac gemeinsam mit dem Wolframs-Eschenbacher Musikverein. Den Partnerschaftsvertrag unterzeichneten Bürgermeister Yves Laporte und Johann Schlackl erneut im „Salle des Fetes“ im Gemeindehaus.
Die aus Wolframs-Eschenbach mitgebrachte Künstlerbank fand sehr großen Anklang und wurde sofort für viele Fotos „besetzt“. Donzenac überreichte „ein sehr schönes Gemälde“ von dem einheimischen Künstler Louis Besanger und eine Miniatur des am Nachmittag gepflanzten Friedens- und Freundschaftsbaumes, der Linde im Schulgarten.
An den Steinbrüchen von Travassac erhielt die Reisegruppe einen tiefen Einblick in die Geschichte des dort bedeutsamen Schieferabbaus. Die Besichtigung des Schlosses Pompadour sowie der Pferdestallungen und der Pferderennbahn am folgenden Tag fand nicht nur bei den Kindern großen Anklang. Auch konnte die renovierte ehemalige Militärkapelle „Saint Blaise“ besichtigt werden. Besonderheit sind hier die modern gestalten Fresken des Lebensweges von Jesus Christus.
Den Abschluss bildete wieder ein gemeinsames Menü in der Schulmensa, das vom Musikverein noch mal spontan musikalisch bereichert wurde. Nach der Rückfahrt der Delegation, die mit dem Bus angereist war, nutzten die verbliebenen Mitreisenden die Zeit für eigene Erkundungstouren rund um Donzenac.
Das Höhlensystem „Gouffre de Padirac“ war sehr beeindruckend, heißt es in der Mitteilung. Nach dem Einstieg in 102 Meter Tiefe wurden die Besucher mit einem kleinen Boot 500 Meter auf dem unterirdischen Bach durch die bis zu 75 Meter hohen Höhlen geschippert.
Für die überwältigende Gastfreundschaft bedanken sich die Wolframs-Eschenbacher in der Mitteilung. „Viele Freundschaften wurden nach Corona wieder aufgefrischt, neue Kontakte geknüpft und Neuigkeiten der beiden Kommunen ausgetauscht.“ Selbst fehlende Sprachkenntnisse seien dank dem Übersetzer der Plattform Google problemlos überwunden worden.
Für 2025 wurde ein Besuch in Wolframs-Eschenbach mit der Gegenzeichnung der Urkunde vereinbart, auf den sich beide Seiten schon sehr freuten.