Dieses Jahr wird Ippesheim so schnell nicht vergessen. Die Jubiläumsfeier zum 1200-jährigen Bestehen des Ortes kam zwar mit fünf Jahren Verspätung, dafür aber gewaltig. Statt einer großen Veranstaltung gab es davon 130 über das ganze Jahr verteilt. Ein Weinbergleuchten bildete den Abschluss.
Angestoßen hatte das alles ein vierköpfiges Team junger Ippesheimer: Christina Alt, Nicole Blank, Manuel Krauß und Tommy Neumeister. Letzterer war zum Abschluss verhindert, die anderen drei nutzten die Gelegenheit, noch einmal auf das Jahr zurückzublicken und einigen Leuten zu danken, die zum Gelingen beigetragen hatten.
Denn natürlich konnte der Arbeitskreis die Dinge nur initiieren, für die einzelnen Punkte brauchte es bereitwillige Referenten, Führerinnen und viele helfende Hände. Dafür war die Bereitschaft groß – genauso wie auf der anderen Seite das Interesse von Einheimischen und Gästen. Das Programm wuchs sich im Laufe des Jahres sogar noch immer weiter aus: Ein Dorfflohmarkt kam hinzu, genauso weitere Betriebsbesichtigungen oder eine Führung über die Kläranlage.
All das wird man im goldenen Buch von Ippesheim nachlesen können, kündigte Bürgermeister Karl Schmidt an. Dort werden einige Bilder dafür sorgen, dass das Jubiläumsjahr in Ippesheim in besonderer Erinnerung bleiben wird. Der Arbeitskreis erhielt auch einen letzten Auftrag: Er soll ein Fotobuch gestalten, das im Gemeindearchiv die Eindrücke des Jahres aufbewahrt. Die Gemeinde unterstützte außerdem mit einem kleinen finanziellen Betrag und stellte Räume zur Verfügung.
Zum Abschluss wurden auch die gewürdigt, die im Verborgenen mitgewirkt hatten: Werner Franz, der die Homepage betreute, auf der alle Ereignisse von der Hansi-Kraus-Lesung über historische oder naturkundliche Vorträge bis zum Besuch in Ippesheim an der Nahe im Bild dokumentiert sind, Frank Schumann und Christoph Meixner waren immer zur Stelle, wenn angepackt werden musste, zum Beispiel, um Tische, Stühle und Bauzäune aufzustellen.
Kindergartenleiterin Heidi Beigel – der Kindergarten feierte in diesem Jahr selbst Jubiläum – hatte für die Organisatoren Anstecknadeln mitgebracht. Bürgermeister Schmidt stellte heraus, dass ein lebenswertes Dorf nur dadurch zustande kommt, dass es Leute gibt, die sich engagieren und rief alle Anwesenden dazu auf, ebenfalls zur Gemeinschaft beizutragen.
Die Gemeinschaft hatten auch der Vertreter und die Vertreterinnen des Arbeitskreises in den Mittelpunkt gerückt: „Wir sind überglücklich, dass wir euch mit unserem Jubiläumsprogramm begeistern durften und euch hoffentlich viele wunderbare Stunden geschenkt haben, die uns allen ganz bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben werden”, formulierte es Nicole Blank. Sie blickte zurück auf „ein Jahr, in dem wir gemeinsam viel erlebt haben. Bei zahlreichen Terminen wurde geschaut, gehört, erlebt – mit dem Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft, jedoch immer in Gemeinschaft.”
Manches wird fortwirken oder sogar vielleicht zu einer neuen Tradition werden: Christina Alt kündigte an, dass der Weinparadieslauf, der in diesem Jahr seine Premiere feierte, im kommenden Jahr seine zweite Auflage erleben wird. Daniel Stumpf hatte ihn zusammen mit ihr für den Heimat- und Weinbauverein organisiert.
Mit den Spenden, die bei den vielen Veranstaltungen zusammenkamen, wird eine weitere bleibende Erinnerung an das Jubiläumsjahr geschaffen, kündigte Manuel Krauß an: Der Arbeitskreis wird noch eine XXL-Riesenbank bauen.
Zusätzlich reichten die Einnahmen dafür aus, um für den Jahresabschluss etwas mehr als 40 Bengalos und Feuerwerkskörper zu kaufen, mit denen Manuel Krauß und die Clubfreunde Ippesheim den Ippesheimer Herrschaftsberg unter einem klaren Nachthimmel in Szene setzten. Viele Leute genossen das Schauspiel von einer kleinen Anhöhe hinter der Ziegelhütte aus.