Der Luftgewehr-Zweitligist SV Ickelheim verliert seine zwei Punktegaranten. Sarah Morgott und Alyssa Ott wechseln zu Erstligavereinen. Überraschend sind die Abgänge nicht.
2018 bestritt Alyssa Ott den allerersten Rundenwettkampf für Ickelheim und kam dabei auf 357 Ringe.
Sieben Jahre später erzielte die mittlerweile zur Nationalkaderschützin gereifte 18-Jährige in ihren 66. und vorerst letzten Wettkampf für den SVI Ickelheim im Januar 397 Ringe. Es war der Zweitligavergleich mit der Reserve der SSG Dynamit Fürth, der neuen Heimat der Burgbernheimerin.
Der Wechsel zum Erstligaclub, der ab der kommenden Saison SSG RWS Fürth heißt, ist ein logischer Schritt.
Im Nachwuchs zählt Alyssa Ott zur nationalen Spitze, wurde für Welt- und Europameisterschaften nominiert. Sie will und soll nach den Wünschen der Nationaltrainer auch im Ligabetrieb in der höchsten Klasse mitmischen. Der nächste internationale Einsatz für Ott ist der Junioren-Weltcup Ende Mai in Suhl.
Sarah Morgott, ehemals im Erstligateam des SV Petersaurach, schloss sich vergangenes Jahr dem SVI an, hat den Lebensmittelpunkt aber nun wieder nach Tauberfeld zurückverlegt und wird künftig für den Erstligisten Saltendorf antreten.
Mit dem Spitzenduo Morgott/Ott verliert der SVI massiv Qualität. Beide erzielten im Schnitt jeweils mehr als 396 Ringe und eroberten die Hälfte der insgesamt 31 Ickelheimer Einzelpunkte in der zweiten Liga.
Die Abgänge sind sportlich kaum aufzufangen.
„Die Abgänge sind sportlich kaum aufzufangen, aber die Gründe sind nachvollziehbar“, sagt SVI-Trainer Markus Retta.
Mit Constantin Engler, dem Bruder der bereits für den SVI aktiven Lara Engler, steht ein Neuzugang fest.
Der 18-jährige Mannheimer war bisher in der Oberliga Baden für den SV Mannheim Rheinau aktiv. Da es durch seine Zugehörigkeit zum Bayernkader immer wieder zu Terminüberschneidungen kam, bot sich ein Wechsel in das bayerische Ligasystem an, da hier die Termine entsprechend eingetaktet sind. Seine Klasse bewies er zuletzt beim IWK Berlin. 619,6 Ringen brachten ihm dort den Einzug ins Finale, das er auf Platz vier abschloss.
„Mit Constantin konnten wir einen talentierten und fleißigen Schützen hinzugewinnen, der uns auch sportlich weiterhelfen wird“, so Retta.
Nach einer beruflich bedingten Pause kehrt Jonas Szabo zur neuen Saison wieder in den Zweitligakader zurück.