Zweiter Kreisel für Lehengütingen bleibt wohl ein Wunsch | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.09.2024 19:25

Zweiter Kreisel für Lehengütingen bleibt wohl ein Wunsch

Auf Höhe der Abzweigung nach Dickersbronn soll der südliche Knotenpunkt der Lehengütinger Ortsumfahrung entstehen. Aus den Reihen des Schopflocher Gemeinderates wurde der Wunsch nach einem Kreisel geäußert, wie er auch im Norden geplant ist. Das Staatliche Bauamt hingegen zieht ein Brückenbauwerk vor. (Foto: Markus Weinzierl)
Auf Höhe der Abzweigung nach Dickersbronn soll der südliche Knotenpunkt der Lehengütinger Ortsumfahrung entstehen. Aus den Reihen des Schopflocher Gemeinderates wurde der Wunsch nach einem Kreisel geäußert, wie er auch im Norden geplant ist. Das Staatliche Bauamt hingegen zieht ein Brückenbauwerk vor. (Foto: Markus Weinzierl)
Auf Höhe der Abzweigung nach Dickersbronn soll der südliche Knotenpunkt der Lehengütinger Ortsumfahrung entstehen. Aus den Reihen des Schopflocher Gemeinderates wurde der Wunsch nach einem Kreisel geäußert, wie er auch im Norden geplant ist. Das Staatliche Bauamt hingegen zieht ein Brückenbauwerk vor. (Foto: Markus Weinzierl)

Der Vorentwurf für die B 25-Ortsumfahrung von Lehengütingen befindet sich „auf der Zielgeraden“. Dies teilte Christoph Eichler vom Staatlichen Bauamt in der Sitzung des Schopflocher Rates mit. Dort informierte der Bauoberrat über den aktuellen Planungsstand. Im Frühjahr soll der Plan der Regierung von Mittelfranken zur Genehmigung vorgelegt werden.

Gibt diese grünes Licht, wird im weiteren Schritt das Planfeststellungsverfahren angegangen. Dessen Ziel ist es, Baurecht zu schaffen. Bis die Bagger anrücken, werde es demnach noch dauern, machte Eichler im Verlauf seines Vortrages deutlich. Er berichtete über die Entwicklungen seit der letzten Vorstellung des Konzeptes im November vergangenen Jahres.

Fahrzeuge wurden gezählt

Es seien mehrere Gutachten am Laufen, die demnächst fertig gestellt würden, so Eichler. Unter ihnen sind der landschaftspflegerische Begleitplan sowie das Lärmschutzgutachten. Dieses baut wiederum auf einem Verkehrsgutachten auf. Dazu wurde im April/Mai das Fahrzeugaufkommen auf der jetzigen Ortsdurchfahrt nochmals ermittelt.

Die schon einmal festgestellte Zahl von durchschnittlich rund 8500 Fahrzeugen am Tag hat sich dabei laut dem Bauoberrat bestätigt. Dieser Wert liege zwar etwas unter dem bayernweiten Durchschnitt, es handele sich aber dennoch um jede Menge Verkehr, der täglich durch den Schopflocher Ortsteil Lehengütingen rolle. Der Schwerverkehr liegt bei zirka zehn Prozent. Was die Prognosen für das Jahr 2040 angeht, so nannte Christoph Eichler im Rat eine Spanne von 9000 bis 9500 Fahrzeugen.

Beteiligungsrunde im Dezember

Zu den weiteren Verfahrensschritten gehört auch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, die für Dezember angesetzt ist. Dabei werde, so Eichler, auch die Gemeinde Schopfloch nochmals gehört und könne Bedenken und Anregungen vorbringen. Denn es konnten – wie in der Sitzung deutlich wurde – nicht alle Wünsche aus den Reihen des Rates erfüllt werden.

Die rund 1,6 Kilometer lange Umfahrung wird im Norden von Lehengütingen auf Höhe von „Schopfloch Süd“ über einen Kreisverkehr an die Bundesstraße angebunden und führt in einem Bogen östlich an Lehengütingen vorbei.

Manche Ratsmitglieder hätten sich auch für die südliche Anbindung auf Höhe der Abzweigung nach Dickersbronn einen Kreisel gewünscht. Die Planung sieht dort jedoch ein Brückenbauwerk vor, mit dem die Ortsverbindungsstraße über die Umfahrung geführt und dann erst angebunden wird. Aus Richtung Dinkelsbühl ist auf der Bundesstraße eine Linksabbiegespur geplant.

Gerhard Ködel (SPD/UW) sprach von einer komplexen Verkehrsführung im Süden, die vermutlich mit erheblichen Kosten verbunden sein werde. Ködel äußerte Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit.

Eichler betonte demgegenüber, dass Kreisel ebenfalls teuer seien. Außerdem befürchte das Bauamt, dass die Umfahrung, deren Kosten die Behörde auf ihrer Homepage aktuell auf sechs Millionen Euro schätzt, bei einem zweiten Kreisel womöglich schlechter angenommen werde. Seiner Meinung nach verspreche die von seinem Haus vorgeschlagene Anbindung einfache Verkehrsströme.

Verkehrslärm hinterfragt

Dem widersprach Gerhard Kirschbaum (CSU/FW). Er hob zudem hervor, dass die Dickersbronner bei der Planung in gewisser Weise Verlierer seien. Denn diese würden künftig stärker mit Verkehrslärm konfrontiert und verlören zudem ihren Kirchenweg. Gemeint ist eine Verbindung, die von der Lehengütinger Ortsmitte am Friedhof vorbei in Richtung Dickersbronn führt. Das Sträßchen müsste über die neue Umfahrung oder unter ihr hindurch geführt werden.

Dies sei zu teuer, so Eichler, zumal es für Radler und Fußgänger sowohl am nördlichen wie auch am südlichen Knotenpunkt sichere Querungsmöglichkeiten geben werde. Die Überlegungen zum Lärmschutz werde man, so versprach der Bauoberrat, aufnehmen. Der Behördenvertreter hatte zuvor ausgeführt, dass die Umfahrung im Bereich des Brückenbauwerkes in einem Einschnitt verlaufen werde. Mit Blick auf die Massenbilanz werde es im Norden eine leichte Dammlage geben.

„Schön wäre er schon“, ein zusätzlicher Kreisverkehr, merkte zweiter Bürgermeister Christian Grimm am Ende an. Grimm leitete die Sitzung und gab zu Bedenken, sich lieber mit der vorgestellten Lösung anzufreunden, bevor man gar nichts bekomme.

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