Zweiter Anlauf: Radweg zwischen Heilsbronn und Nürnberg nimmt Form an | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.12.2025 11:00

Zweiter Anlauf: Radweg zwischen Heilsbronn und Nürnberg nimmt Form an

An der stark befahrenen Westabfahrt der Bundesstraße wird der neue Radweg nach Heilsbronn geführt. Eine Ampelanlage soll den Knoten für Radfahrende und Autofahrende sicherer machen.  (Foto: Eckard Dürr)
An der stark befahrenen Westabfahrt der Bundesstraße wird der neue Radweg nach Heilsbronn geführt. Eine Ampelanlage soll den Knoten für Radfahrende und Autofahrende sicherer machen. (Foto: Eckard Dürr)
An der stark befahrenen Westabfahrt der Bundesstraße wird der neue Radweg nach Heilsbronn geführt. Eine Ampelanlage soll den Knoten für Radfahrende und Autofahrende sicherer machen. (Foto: Eckard Dürr)

Das Staatliche Bauamt hat einen zweiten Anlauf genommen, den Radweg zwischen Ansbach und Nürnberg zu vervollständigen. Die Planungen seien schon weit fortgeschritten; teilweise befinde man sich „in der heißen Phase“, berichtete der zuständige Referent Marius Bierlein im Heilsbronner Stadtrat. Der Baubeginn erfolge nächstes Jahr.

Noch tun sich auf dem Radweg entlang der Bundesstraße B14 drei Lücken auf: zwischen Külbingen und Wicklesgreuth, zwischen Wicklesgreuth und Gleizendorf sowie zwischen Gütlershof und Heilsbronn. Diese werden nach Bierleins Angaben vermutlich in den kommenden drei Jahren geschlossen. Die Finanzierung sei „aus heutiger Sicht“ gesichert, der notwendige Grunderwerb weitgehend abgeschlossen. Teilweise würden öffentliche Feld- und Waldwege für den Alltagsradverkehr ausgebaut.

Während bis Wicklesgreuth einschließlich einer Unterquerung der B14 die Vorplanung abgeschlossen sei, müsse für den Abschnitt bis Gleizendorf noch mit den Grundeigentümern die passende Linie gefunden werden. Bei der Trasse bis Heilsbronn ist sich das Bauamt nach seinen Angaben mit den Staatsforsten einig geworden. Die neue Brücke über die Bahnlinie ist ohnehin mit Blick auf den Radweg breiter gebaut worden.

Neue Verkehrsführung bis zum Wasserwerk

Eine neue Variante gefunden haben die Planer beim Anschluss an den Ortsbereich von Heilsbronn. Statt die Staatsstraße zu unterqueren und den Radweg an die Altendettelsauer Straße im Bereich des Festplatzes anzubinden, werden die Radelnden zum Kreisverkehr am Ortseingang geführt. Zusätzlich wird der Radweg entlang der Staatsstraße bis zum Heilsbronner Wasserwerk geführt, damit die dortige Unterführung angesteuert werden kann.

Für den Knoten Staatsstraße/Bundesstraße, Westausfahrt von Heilsbronn, hat das Staatliche Bauamt wesentliche Änderungen vor. Dort soll eine Ampelanlage entstehen, die sowohl für Radfahrende als auch für Autofahrende die Sicherheit erhöht. Denn dieser Knoten hat sich als „Unfallhäufungsstelle“ erwiesen – mit zahlreichen verletzten Personen in den vergangenen Jahren. Vor allem das Linksabbiegen von Autos, die aus Richtung Windsbach kommend auf die Bundesstraße fahren wollen, sei unfallträchtig, berichtete Marius Bierlein.

Mittelfristig eine neue Brücke nötig

Die Ampelanlage soll gleichzeitig den Radfahrenden dazu dienen, die Staatsstraße sicher zu überqueren, um auf der Ostseite bis zum Kreisverkehr einen neu zu bauenden Radweg nutzen zu können. Über die Brücke wird die Fahrbahn um 70 Zentimeter so verengt, dass fürs Radfahren eine zwei Meter breite Fahrspur möglich wird. Mittelfristig, so berichtete Bierlein, werde ohnehin eine neue Brücke über die Bundesstraße notwendig. Dann werde der „komplette Abschnitt“ an der Heilsbronner Westausfahrt einschließlich einer Beschleunigungsspur neu gestaltet.

Die Absicht, einen durchgehenden Radweg entlang der Bundesstraße B14 zu bauen, besteht schon mehr als ein Jahrzehnt. Im Jahr 2017 stellte das Staatliche Bauamt im Prinzip die gleiche Planung vor wie jetzt. Offenkundig hat der Radentscheid Bayern von 2022 neue Bewegung in die Planung gebracht. Diese Bürgerinitiative war der Anlass für die Staatsregierung, vor zwei Jahren das bayerische Radgesetz zu verabschieden. Dieses sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 insgesamt 1500 Kilometer neue Radwege in Bayern entstehen. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs auf 20 Prozent der zurückgelegten Wege zu erhöhen. Aktuell ist er bayernweit lediglich halb so hoch.


Von ECKARD DÜRR
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