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Veröffentlicht am 19.04.2025 08:39

Zwei neue Radwege im Gemeindegebiet von Markt Bibart

Die Zapferkurve ist Teil der B8-Ortsumgehung von Markt Bibart. Ein kurzer Rad- und Fußweg sowie eine Bedarfsampel sollen die manchmal brenzligen Situationen dort künftig entschärfen. Der rote Strich markiert den geplanten neuen Radwege-Übergang. (Foto: Gemeinde Markt Bibart/Klaus Nölp)
Die Zapferkurve ist Teil der B8-Ortsumgehung von Markt Bibart. Ein kurzer Rad- und Fußweg sowie eine Bedarfsampel sollen die manchmal brenzligen Situationen dort künftig entschärfen. Der rote Strich markiert den geplanten neuen Radwege-Übergang. (Foto: Gemeinde Markt Bibart/Klaus Nölp)
Die Zapferkurve ist Teil der B8-Ortsumgehung von Markt Bibart. Ein kurzer Rad- und Fußweg sowie eine Bedarfsampel sollen die manchmal brenzligen Situationen dort künftig entschärfen. Der rote Strich markiert den geplanten neuen Radwege-Übergang. (Foto: Gemeinde Markt Bibart/Klaus Nölp)

Zwei Radwege werden noch heuer im Gemeindegebiet von Markt Bibart gebaut. Dazu referierte Frank Biedermann vom Staatlichen Bauamt Ansbach in der Ratssitzung. Er ist der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter. Der Gemeinderat billigte die Pläne einstimmig.

Der eine Radweg führt in Gänze an der Bundesstraße 286 ab Birklingen über Ziegenbach nach Enzlar und von dort an der Bundesstraße 8 entlang nach Altenspeckfeld und weiter nach Altmannshausen. Wie Bürgermeister Klaus Nölp erklärte, kämpfe er schon seit etwa zehn Jahren für diesen Radweg zwischen Unter- und Mittelfranken.

Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten hierfür ausgeschrieben und vergeben werden, Baubeginn ist für den Herbst vorgesehen. Der drei Meter breite Radweg hat eine Länge von etwa 6,5 Kilometern. Er beginnt aus Richtung Altmannshausen gegenüber der neuen Schmiede an der B8. Linkerhand fährt man auf einem Feldweg durch Altenspeckfeld. Der Weg führt parallel zur Bibart bis Enzlar. Bei Enzlar stößt man dann auf die Bundesstraße 8. Dort ist diese an der Behelfsampel zu überqueren.

Auf der linken Straßenseite geht es weiter entlang der B 286 in Richtung Ziegenbach bis Buckhof – eine Ackerlänge von der Bundesstraße entfernt – und wieder zur B286. Vor Ziegenbach quert man diese, fährt auf der rechten Straßenseite durch den Ort und am Ende wieder auf die linke Seite bis Birklingen. Der zweite, rund 80 Meter lange Radweg entsteht an der Markt Bibarter B8-Ortsumgehung an der Zapferkurve bei der Ziegelhütte. Dort hatte früher ein Hans Zapf gewohnt – deshalb der Name. In dem Bereich wird auch eine Bedarfsampel installiert.

Ein sicherer Weg zur Schulbushaltestelle

Die sechs Kinder, die jenseits der Umgehung wohnen, erhalten so einen sicheren Übergang auf ihrem Weg zur Schulbushaltestelle, die sich bei der Tankstelle am Ortseingang befindet. Wie Biedermann informierte, hätten Anwohner auf die gefährliche Querungssituation hingewiesen. Um auf den Fußweg Richtung Ortsmitte zu gelangen, kann momentan nur direkt in der Kurve gequert werden. Zwar ist dort die Geschwindigkeit auf 70 km/h reduziert, aber durch das hohe Verkehrsaufkommen und die sehr schlechten Sichtverhältnisse, vor allem aus der Ortsmitte kommend, sei die Stelle zum Queren eigentlich ungeeignet. Querungsbedarf ist nach seinen Worten durch die nordwestlich der Bundesstraße gelegenen Anwesen vorhanden – und Schüler seien eine besonders schutzwürdige Gruppe.

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Dazu komme, dass dort auch Radfahrer queren, da diese Stelle Teil des ausgewiesenen Radwegenetzes des Landkreises ist. Daher wurde die Erforderlichkeit gesehen, dort einen sicheren Übergang über die Bundesstraße zu schaffen. Diese muss sich im geraden Verlauf der Bamberger Straße befinden, um die Sicht nach beiden Seiten zu gewährleisten.

Der zweieinhalb Meter breite Übergang und der Rad- und Fußweg-Anschluss ist ein Teil von insgesamt drei Maßnahmen, die das Staatliche Bauamt für August auf Markt Bibarter Hoheitsgebiet plant. Die beiden anderen Bauabschnitte bilden die Spuren im Kurvenbereich der Ortsdurchfahrt/Einfahrt B8 auf Höhe der Tankstelle. Dort sei die Straße wellig und müsse ausgebessert werden, betonte Biedermann. Zeitlich parallel soll dann die Ampel an der Ziegelhütte gebaut werden.

Was den Räten übel aufstieß, war die von Biedermann vorgestellte Umleitung: Der Bundesstraßenverkehr soll nämlich zwei bis drei Wochen im August durch den Ort Markt Bibart rauschen – durch die Nürnberger und Würzburger Straße, so wie es vor der Umgebung war.

Schon einige Jahre unternimmt die Gemeinde Anstrengungen, damit aus der ehemaligen B8-Durchfahrt eine Ortsstraße wird. Derzeit läuft auch ein Verkehrsversuch mit Pflanzeninseln zum Aufhübschen der Straße und zur Verlangsamung des Verkehrs. Diese sind mobil und werden für die Zeit der Umleitung abgebaut.

Einfache Querungshilfe genügt dort nicht

Eine weitere Frage tauchte noch auf: „Wer haftet für Schäden an der Straße im Ort?“ Biedermanns Antwort: „Wir sind der Vorhabensträger, wir kommen dafür auf.“ Oft werden die Bankette kaputt gefahren. Stephan Sembritzki bat darum, das Verkehrsaufkommen in dieser Zeit zu erfassen.

Markus Bauer fragte, warum nicht über Oberscheinfeld umgeleitet werde. Das sei bei der früheren Baumaßnahme „Saugraben“ der Fall gewesen. „Wir wollen den Verkehr nicht von der einen Ortschaft in die andere verlegen. Die zwei bis drei Wochen werden wir aushalten“, befand Bürgermeister Klaus Nölp. Laut Biedermann sei eine andere Umleitung nicht möglich.

„Warum muss denn an der Ziegelhütte eine Ampel kommen? Genügt nicht eine einfache Querungshilfe?“, fragte Fabian Wiederer nach. Dazu bräuchte man weitere 2,50 Meter für eine Insel – und der Grunderwerb war schwierig. Außerdem sei es dann noch immer keine sichere Querungshilfe, so Biedermann.

Nölp machte deutlich, dass die Ampel kein Wunsch des Bürgermeisters sei. Sein Vize Markus Stubenrauch schlug eine Versetzung der Ampel auf die gerade Strecke in Richtung des Ortes Markt Bibart vor, da die Fahrzeuge, die aus Scheinfeld und von der Umgehung aus Richtung Neustadt kommen, kurz nach der Kurve noch richtig flott unterwegs seien. Doch dieser Gedanke sei bereits bei einem Ortstermin verworfen worden.

Der Gemeinderat billigte schließlich die vorgestellten Planungen einstimmig. Das Staatliche Bauamt wird beauftragt, die Planung fortzuführen. Beide Radwege zahlt der Bund.

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