Die Jungendfeuerwehren aus dem Landkreis haben die Prüfungen zur Deutschen Jugendleistungsspange abgelegt. Es sei das höchste Abzeichen, das man in der Jugendfeuerwehr erreichen kann, erläuterte der Kreisbrandrat des Landkreises, Thomas Müller.
Die jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren mussten sich in fünf Disziplinen beweisen. Zwei feuerwehrtechnische Stationen waren dabei, außerdem musste eine Löschgruppe aufgebaut werden. Zwei Sportdisziplinen mussten ebenfalls absolviert werden, das Kugelstoßen und der Staffellauf.
Das Gelände um die Edith-Stein-Realschule in Schillingsfürst erwies sich als ideal, zumal der Sportplatz, der große Garten und das Schulgebäude selbst genutzt werden konnten. Jugendfeuerwehrleute aus 14 Kommunen des Landkreis Ansbach waren angetreten und wurden von unabhängigen Juroren geprüft. Der Kreisjugendwart und Kreisbrandmeister Ralf Bitter hatte den Prüfungstag für den Landkreis organisiert.
Für die Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange konnte er Thorsten Brunner aus dem Kreis Nürnberger Land und Matthias Hiltner aus dem Landkreis Roth gewinnen: Die beiden sind abnahmeberechtigte, unabhängige Schiedsrichter für die Deutsche Leistungsspange und führen auch regelmäßige Schulungen durch.
95 Jugendliche nahmen in Schillingsfürst teil, knapp die Hälfte von ihnen ist weiblich. Voraussetzung für den Erwerb der Jugendleistungsspange ist, dass man mindestens ein Jahr in der Jugendfeuerwehr aktiv war, so Thorsten Brunner. Die Jugendleistungsspange sei der Abschluss der Laufbahn innerhalb der Jugendfeuerwehr.
Danach gehen die jungen Feuerwehrleute in den aktiven Dienst und legen dort weitere Leistungsprüfungen ab. Er betonte, in der aktuellen Prüfung sei die Gesamtleistung des Teams gefragt, nicht die des Einzelnen. Die Teamleistung zeige sich besonders bei den sportlichen Disziplinen, so Ralf Bitter.
Doch warum engagieren sich junge Menschen in der Feuerwehr? Es ist die Kameradschaft, die man lebt, der gute Zusammenhalt, das Kennenlernen von neuen Leuten. Sarah kommt aus Dietenhofen. Sie weiß, sie kann möglicherweise einmal Leben retten, und auch Josephin will etwas Gutes für die Gesellschaft tun. Karl schätzt den Zusammenhalt von Petersaurach und Dietenhofen, die tolle Zusammenarbeit, das Miteinander der Teams.
Aus der Nähe von Wassertrüdingen, genauer aus Geilsheim und Ammelbruch, kamen Jugendliche, die sich zu einer Übungseinheit zusammengefunden hatte. Nach dem Kugelstoßen bauten sie auf dem weitläufigen Gartengelände einen Löschangriff auf und lösten diese Herausforderung problemlos. Parallel dazu nahm die Kreisbrandmeisterin Carola Günthner-Hoppe mündliche Prüfungen ab. Hier ging es neben feuerwehrtechnischen Fragen um die Struktur und die Organisation der Wehren und die Unfallverhütung.
Außerdem testete die Kreisbrandmeisterin die Allgemeinbildung der jungen Leute: mittendrin die demokratische Grundordnung. Die Jugendfeuerwehren aus Neusitz und Kloster Sulz waren in Stilzendorf und traten dort zum Staffellauf an. Der kleine Ort liegt gut einen Kilometer vor den Toren von Schillingsfürst, dort gibt es einen optimalen Laufweg, denn der Staffellauf erfordert das Durchlaufen einer Strecke von 1500 Metern.
Den Staffellauf als Prüfungsbestandteil gab es übrigens in Mittelfranken zum ersten Mal. Auch hier zeigte sich, dass die jungen Menschen in der Gemeinschaft richtig stark sind und tolle Leistungen abliefern können. Und der Gesamteindruck, der ebenfalls in die Prüfungsbewertung einfloss? Der war gut, denn die Teams traten geordnet und geschlossen auf, waren sehr engagiert. Die Juroren waren in jeder Hinsicht beeindruckt. Alle Prüfungsteilnehmenden hatten tolle Leistungen erbracht und gute Ergebnisse erzielt. Jetzt sind sie stolze Träger der Jugendleistungsspange.