Zuletzt Pfarrer bei Windsbach: Trauer um Altlandesbischof Johannes Friedrich | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.09.2025 14:16

Zuletzt Pfarrer bei Windsbach: Trauer um Altlandesbischof Johannes Friedrich

Der jetzt verstorbene frühere Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sprach 2018 in der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit in Ansbach. (Archivbild: Jim Albright)
Der jetzt verstorbene frühere Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sprach 2018 in der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit in Ansbach. (Archivbild: Jim Albright)
Der jetzt verstorbene frühere Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sprach 2018 in der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit in Ansbach. (Archivbild: Jim Albright)

Bayerns ehemaliger evangelischer Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ist am Mittwoch verstorben. Dies teilt die evangelische Landeskirche mit. Der Theologe wurde 77 Jahre alt. Nach seiner Zeit als Bischof war er noch bis zum Ruhestand 2013 Gemeindepfarrer in Bertholdsdorf im Dekanat Windsbach.

„Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem geschätzten Altlandesbischof”, teilt die Landeskirche auf ihrem Instagram-Auftritt mit. Johannes Friedrich sei im Kreis seiner Familie verstorben.

Der Altbischof „hat vorgelebt, wie der christliche Glaube die Freiheit schenkt, das Leben gut zu gestalten”. Mit diesen Worten würdigt ihn der heutige Landesbischof Christian Kopp. Johannes Friedrich sei ein ökumenischer Brückenbauer gewesen, der für eine Kirche mitten in der Welt eingetreten sei.

Der Theologe amtierte von 1999 bis 2011 als Landesbischof. Zeitlebens setzte er sich nach Angaben seiner Kirche für Verständigung zwischen den Religionen ein. Das christlich-jüdische Gespräch sei ihm ebenso am Herzen gelegen wie der Dialog mit Musliminnen und Muslimen. Als Mitgründer des Bündnisses für Toleranz Bayern habe er gegen Extremismus und Antisemitismus gekämpft.

Der Wert von Schulpartnerschaften

2018 sprach Johannes Friedrich zum Beispiel in der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit in Ansbach. Darin betonte er den Wert von Schulpartnerschaften. Er spendete einem damals neuen Austausch des Theresien-Gymnasiums mit der Gesamtschule Wizo Hadassim in Even Yehuda in Israel Lob. Von 1985 bis 1991 war er Propst der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem.

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Westmittelfranken war ihm in seinem Wirken wichtig. „Für unsere Kirche sind die Gemeinden in Westmittelfranken sehr bedeutend”, betonte der Landesbischof 2000, also schon kurz nach seinem Amtsantritt. Dieser Raum sei einer der Kerne der Landeskirche.

Seinerzeit machte er bei seinem Besuch des Evangelischen Schultags in Uffenheim einen Abstecher zum Fränkischen Glaubensweg. Dieser befindet sich auf dem Gebiet der Kommunen Adelshofen, Ohrenbach und Uffenheim in den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.

Johannes Friedrich hinterlässt nach Angaben der evangelischen Landeskirche seine Frau Dorothea sowie seine beiden Töchter mit ihren Familien.

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