Zulassungszahlen in Ansbach: Immer mehr E-Autos und ein verschmähter Antrieb | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.08.2025 07:00

Zulassungszahlen in Ansbach: Immer mehr E-Autos und ein verschmähter Antrieb

41.747 Fahrzeuge sind aktuell in Ansbach zugelassen. Der Großteil setzt immer noch auf klassische Verbrennermotoren. Doch die Zahl der Elektroautos nimmt kontinuierlich zu. (Archivbild: Jim Albright)
41.747 Fahrzeuge sind aktuell in Ansbach zugelassen. Der Großteil setzt immer noch auf klassische Verbrennermotoren. Doch die Zahl der Elektroautos nimmt kontinuierlich zu. (Archivbild: Jim Albright)
41.747 Fahrzeuge sind aktuell in Ansbach zugelassen. Der Großteil setzt immer noch auf klassische Verbrennermotoren. Doch die Zahl der Elektroautos nimmt kontinuierlich zu. (Archivbild: Jim Albright)

Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Treibhausgase in allen Bereichen reduziert werden. Im Verkehrssektor soll die Elektromobilität dabei helfen, doch die Absatzzahlen schwächelten zuletzt. In Ansbach ist dagegen ein deutlicher Anstieg der Stromer festzustellen.

Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, stellt zunehmend fest, dass immer mehr Menschen ihr motorisiertes Fahrzeug stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Doch auf das eigene Auto wollen die Menschen dann doch nicht verzichten. Dies zeigt ein Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen in Ansbach. Gemäß den Angaben der Stadtverwaltung sind aktuell 41.747 Fahrzeuge zugelassen. Im Vergleich zum Oktober 2024 bedeutet dies aber nur einen geringen Anstieg von 45 Fahrzeugen.

Rückgänge bei Benzin und Diesel

Einen minimalen Rückgang verzeichnet die Stadt derweil bei den Pkw – von 25.912 auf jetzt. 25.909. Rückgänge gibt es auch bei den Fahrzeugen mit den klassischen Verbrennungsmotoren. 17.868 mit Benzin betriebene Fahrzeuge sind derzeit zugelassen. Im Oktober 2024 lag diese Zahl noch bei 18.255. Etwas geringer fällt der Rückgang bei den Dieselfahrzeugen aus. Laut den Angaben von Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister ist die Anzahl von 10.662 auf 10.531 Fahrzeuge gesunken.

Anders sieht es in den Bereichen aus, in denen ein Elektromotor zum Einsatz kommt – also reine Stromer oder Hybridfahrzeuge. Anstiege verzeichnet die Stadt bei Elektrofahrzeugen insgesamt (von 858 im Jahr 2024 auf aktuell 1036) und bei Hybridfahrzeugen (von 2044 auf 2392), die verschiedene Antriebstechniken miteinander kombinieren.

Wasserstoffantrieb kommt in Ansbach nicht vor

Deutlich fällt auch die Entwicklung bei den reinen Elektroautos aus. Im Oktober waren noch 817 dieser Pkw auf den Straßen in Ansbach unterwegs. Mittlerweile ist die Anzahl auf 983 Pkw gestiegen. Was in Ansbach nach wie vor keine Rolle spielt, ist der Wasserstoffantrieb. Es ist kein einziges Fahrzeug mit einem solchen Antrieb in Ansbach zugelassen, wie Anne Ziegler berichtet. „Das sind keine riesigen Sprünge”, fasst Klaus Dieter Breitschwert, Ehrenpräsident des bayerischen Kfz-Gewerbes, die Situation bei der E-Mobilität zusammen. Aber die Stromer nehmen nach seinen Worten kontinuierlich zu.

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Die Entwicklung hängt gemäß der Einschätzung von Breitschwert vor allem mit Herstellern aus Fernost zusammen, die zunehmend auch auf den europäischen Markt drängen. „Die Angebote aus Asien sind schon sehr attraktiv”, muss Ansbachs Ehrenbürger zugeben. Denn eines ist nach seinen Worten klar: Der Umstieg vom Verbrenner auf den Stromer wird bei den Menschen vor allem über den Preis entschieden.

In diesem Bereich tun sich die europäischen und deutschen Automarken schwer, mitzuhalten. Es werde zum Beispiel versucht, über Leasing-Angebote dagegenzuhalten. Hinzu kommen weitere persönliche Befindlichkeiten, die eine Rolle spielen. Die Frage, ob und wie das Auto geladen werden kann, nennt Breitschwert als ein Beispiel. „Das ist auch nicht unwichtig.”

„Das Thema wird nicht in Europa entschieden”

Obwohl die Stromer also stetig mehr auf den Straßen werden, bleibt die Bedeutung von Verbrennern noch immer hoch, wie Breitschwert unterstreicht. Das gelte vor allem für die ländlichen Räume. Ganz grundsätzlich ist ihm noch zu viel Ideologie in der Diskussion um Verbrenner und E-Autos enthalten. „Das Klimathema wird nicht in Europa gelöst”, sagt der frühere CSU-Landtagsabgeordnete. Entschieden werde dieses zum Beispiel in Russland, in den Vereinigten Staaten von Amerika oder in China, hebt er hervor.

Im Vergleich zum Vorjahr blickt Breitschwert wieder optimistischer in die Zukunft, wenn es um die Automobilbranche geht. Das gilt ihm zufolge sowohl für die Automobilindustrie als auch für die Kraftfahrzeugbranche in der Region. Daran ändern auch Meldungen über Milliardenverluste bei VW, BMW und Co. nichts. Denn zur Wahrheit gehört laut Breitschwert auch: Trotz der Verluste in den Bilanzen verkaufen die deutschen Hersteller noch immer sehr viele Autos.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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