Ausflugsziele, Wanderrouten oder Radtouren bietet die Region unzählige. Doch um auch die Jüngsten zu begeistern, benötigt es oft andere Anreize. Tiere, Rätsel oder spannendes Wissen zählen zu den gefragten Attraktionen. Wir haben tierische und aufregende Ausflugsziele zusammengestellt.
Wer kann so weit springen wie ein Hase? Wie fühlt sich die Rinde von verschiedenen Baumarten an? Das können Besucher an den Oasen der Sinne in Münchsteinach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) herausfinden. Der Kunst- und Naturerlebnisweg hält verschiedene Stationen bereit, auch ein Barfußpfad ist darunter. Die Geschichte des Steinachtals wird im Keltenareal des etwa sechs Kilometer langen Weges erlebbar. Dort findet man ein Keltengrab, einen Baumkreis und eine Sonnenuhr. Start ist am Parkplatz an der Steinachgrundhalle.
Hören, Sehen, Fühlen und Riechen kann man auch auf dem Sinnesweg in Bruckberg (Landkreis Ansbach). Auf etwa drei Kilometern Strecke ist einiges geboten: Von Balanceübungen über Tastkästen bis zum Baumtelefon gibt es viel zu entdecken. Geeignet ist der Weg auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Beide Pfade sind jederzeit offen zugänglich.
Wilde Tiere in Ansbach erleben: Das Raubtier- und Exotenasyl in Wallersdorf (Stadt Ansbach) ist das Zuhause der zwei Tiger Boris und Ussuri, von mehreren Katzen, Luchsen und einer Horde an Frettchen. Viele der Bewohner kamen aus einer schlechten Haltung in die Obhut des Vereins.
An jedem ersten Sonntag im Monat öffnet das Raubtierasyl seine Tore für Besucher. Zwischen 13 und 17 Uhr können Besucher die Tiere dann aus nächster Nähe beobachten und bewundern. Die beiden Tierpfleger Manuel Buck und Benjamin Koch geben einen Einblick, wie sie die Tiere beschäftigen, was sie fressen und welche Geschichten die Vierbeiner mitbringen.
Wer faszinierende und imposante Greifvögel bestaunen möchte, ist im Falkenhof des Schlosses Schillingsfürst (Landkreis Ansbach) richtig. Beobachtet werden können hier unter anderem frei fliegende Adler, Eulen, Geier, Falken oder Bussarde. Falkner präsentieren bei den täglichen Flugvorstellungen verschiedene Tricks und haben detaillierte Informationen zu den Tieren.
Im zugehörigen Falknerei- und Jagdmuseum sind zahlreiche Präparate von Greifvögeln und weiteren Tieren ausgestellt. Zur jahrhundertealten Geschichte der Falknerei stehen zudem Informationen bereit. Der Falkenhof hat täglich zwischen 10.30 und 17 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag, außer es handelt sich um einen Feiertag, dann ist am folgenden Dienstag geschlossen. Die Flugshow findet jeden Tag um 11 und um 15 Uhr statt.
Einen Irrweg zwischen Pflanzen gibt es sowohl in Burgbernheim als auch in Emskirchen (beides im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Wer in Burgbernheim den richtigen Weg durch die Buchenhecken findet, landet bei einer Aussichtsplattform. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick auf die Landschaft mit vielen Obstbäumen. Der Irrgarten ist ein Teil des Streuobstlehrpfades „Im Gründlein” und befindet sich hinter dem Wohnmobilstellplatz am Freibad.
In Emskirchen bilden zahlreiche Feldahorne das Dickicht rund um den schmalen Pfad. Verlaufen kann man sich hier aber eher nicht. Wer dem verwundenen Weg folgt, landet von ganz allein im Zentrum des keltischen Labyrinths. Besonders dicht ist das Blätterdach natürlich im Sommer. Im Herbst ist ein prächtiges Farbenspiel geboten. Beide Irrwege können kostenlos genutzt werden und haben rund um die Uhr geöffnet.
Mut, Kraft und Ausdauer sind für den Klettersport nötig. Egal ob für kleine Kletterprofis oder Anfänger, im Kletterwald in Rothenburg, in den Boulder- und Kletterhallen in Bad Windsheim und in der Boulderhalle Burgoberbach kommen alle auf ihre Kosten. Wer den Nervenkitzel an der frischen Luft sucht, der kann in Rothenburg (Landkreis Ansbach) Parcours auf ein bis 17 Metern Höhe absolvieren. Gurt und eine fachgerechte Einweisung gibt es vor Ort. In der Saison, die 2024 in den Osterferien beginnt, kann ab 9 Uhr geklettert werden. Eine Terminbuchung ist hierfür nötig.
Ohne Sicherungsseil und -gurt klettert man dagegen beim Bouldern. Alle Routen sind hier in einer Höhe, von der man auf die weiche Matte abspringen kann. Schwindelfrei muss man hier also nicht zwingend sein. Die Halle in Bad Windsheim hat von Montag bis Freitag zwischen 15 und 22 Uhr geöffnet, am Wochenenden und an Feiertagen von 10 bis 21 Uhr. In Burgoberbach (Landkreis Ansbach) kann täglich zwischen 10 und 22 Uhr geklettert werden.
Bei besonders klarem Wetter soll man von hier sogar die Alpen erkennen können: Der Hesselberg nordwestlich von Wassertrüdingen ist die höchste Erhebung in Mittelfranken. Mit knapp 690 Metern über Null bietet er einen beeindruckenden Ausblick über die Region. Es gibt dort zahlreiche Wanderrouten mit unterschiedlicher Länge und Steigung für jedes Alter und Fitnesslevel. Zahlreiche Paraglider kann man dort beim Segeln beobachten. Im Herbst ist der Hesselberg außerdem ein beliebter Ort, um Drachen steigen zu lassen.
Besonders spannend für Familien ist der Geologische Lehr- und Wanderpfad. Er führt vom Parkplatz Schieferbruch in Wittelshofen auf den Hesselberg. Auf zahlreichen Infotafeln gibt es viel zu den geologischen Eigenschaften des Hesselbergs zu erfahren. Die Theorie ist zeitgleich hautnah zu erleben: Erdaufschlüsse und Steinbrüche zeigen, aus welchen Substanzen der Berg besteht. Der Lehrpfad ist jederzeit offen zugänglich.