Im April 2015 hatte wahrscheinlich niemand daran gedacht, dass die neue „Abteilung“ der Freiwilligen Feuerwehr Uehlfeld im November 2025 ihr erstes Jubiläum feiern darf. Wenig überraschend, denn vielmehr stand das Etablieren einer neuen Gruppe im Fokus, die die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdiensten unterstützen sollte.
Damals wurden die „First Responder“, also die „Ersthelfer“, im Aischgrund ins Leben gerufen. Und jetzt feierten die rund 25 ehrenamtlich Aktiven gemeinsam mit vielen Gästen ihr bisheriges Wirken im Feuerwehrhaus.
Kommandant Tobias Baum begrüßte neben dem stellvertretenden Landrat Reinhard Streng den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Uehlfeld, Gerhard Winkler, sowie zahlreiche Angehörige und Freunde anderer Wehren aus dem Landkreis. „Eigentlich gibt es uns schon länger als die zehn Jahre, die wir heute feiern. Unseren ersten Dienst hatten wir nämlich schon am 7. April 2014, den ersten Einsatz sechs Tage später, in einem Altenheim. Doch der Förderverein wurde dann im März 2015 gegründet“, betonte der Kommandant bei seiner Begrüßung.
Rückte die „First-Responder“-Gruppe im Gründungsjahr insgesamt 83-mal aus, waren es im Jahr 2024 schon 252 Einsätze. „Die Zahl hat sich verdreifacht. Und rechnet man unsere Einsätze über die zehn Jahre zusammen, kommen wir auf rund 1500“, so Baum, der hauptberuflich als Notfallsanitäter arbeitet.
Hatte sich das Einsatzgebiet anfangs noch auf die Gemeinde Uehlfeld beschränkt, halfen die Uehlfelder Ersthelfer auch schon in Münchsteinach und Burghaslach aus. „In Burghaslach entstand so der Gedanke, selbst eine First-Responder-Gruppe ins Leben zu rufen. Dabei haben wir die Kameraden natürlich tatkräftig unterstützt, unter anderem mit einer Schulung bei uns in Uehlfeld“, so Baum.
Und so gibt es mittlerweile genau zwei spezifische Ersthelfer-Gruppen im Landkreis. Dabei hatte es am Anfang zahlreiche Bedenken gegeben, berichtete der Kommandant: „Einige Stimmen hatten die Sorge, dass die Hauptarbeit der Feuerwehr zu kurz kommt. Allerdings hat sich das nicht bestätigt. Im Gegenteil, die First Responder sind eine unschätzbare Ergänzung zu den umfassenden Aufgaben der Feuerwehr“, erklärte Baum, der den Aktiven und ihren Unterstützern abschließend für ihre „hervorragende Arbeit“ dankte.
In die Dankesworte stimmte anschließend auch der stellvertretende Landrat Reinhard Streng ein. „Ihr seid das beste Beispiel dafür, wenn eine Gemeinschaft versteht, wie sie sich wertvoll in die Gesellschaft einbringen kann. Euer ehrenamtliches Engagement ist weder selbstverständlich noch der Dank dafür in Worte zu fassen. Ich drücke euch meinen Respekt und meine Hochachtung aus“, so Streng.
Nach weiteren Reden erhielten die „First Responder“ ein kleines Präsent und veranschaulichten den interessierten Gästen im voll besetzten Feuerwehrhaus ihr Wirken bei Probe-Übungen. So ging das erste Jubiläum der Ersthelfer aus dem Aischgrund dann zu Ende – ganz ohne Einsatz, dafür mit der Hoffnung, in 15 Jahren wieder groß feiern zu können.