Der Weihnachtsmarkt in Herrieden, eingerahmt vom historischen Stadtschloss und der Frauenkirche, bot mit seinen festlich geschmückten Buden ein zauberhaftes Flair. Bei dem vielfältigen Programm standen oft die Kleinsten im Mittelpunkt.
Besonders die Kinder waren angetan von den vielen Lichtern und von den gesanglichen Darbietungen auf der Bühne, denen sie lauschten oder die sie in einer der Kindergartengruppe selbst zum Besten gaben. Strahlende Gesichter gab es, wenn ihnen das Christkind begegnete und ein kleines Geschenk überreichte.
Vielfältig war das musikalische Rahmenprogramm, das die fünf Herrieder Kindergärten, die örtliche Musikschule, die Bläsergruppe „Jubilate“ und die Musikkapelle Neunstetten bestritten. Bürgermeisterin Dorina Jechnerer freute sich über den respektablen Besuch und lobte die gute Zusammenarbeit der Vereine mit den Mitarbeitenden aus der Stadtverwaltung und des Bauhofs sowie den Einsatz der Organisatoren, Jürgen Leis und Fritz Oberfichtner.
Wohlvertrauter weihnachtlicher Duft verbreitet sich über den Markt und sorgt für eine festliche Stimmung im weihnachtlich gestalteten Budendorf, stellte die Bürgermeisterin strahlend fest. „Ich freue mich hier sein und mit den Herriedern den Zauber der vorweihnachtlichen Zeit genießen zu dürfen“, sagte die frisch gekrönte Tauberzeller Weinprinzessin Maren I. bei ihrem Antrittsbesuch und wünschte allen ein gesegnetes Fest.
Begeistert von dem Duft und den vielen Eindrücken, die der Weihnachtsmarkt den Besuchern bietet, äußerte sich Pfarrerin Birgit Höhr. Ein Dufterlebnis, so Höhr, war sicher auch damals in Bethlehems Stall gewesen. Beide Male werde die Magie von Weihnachten, jedoch auf unterschiedliche Weise, aufgezeigt, betonte sie.
Pfarrer Peter Hauf erinnerte an die Zeichen in der Vorweihnachtszeit wie Engel, Hirten oder Sterne, die auf die Geburt Christi hindeuten. Er freue sich schon darauf, wenn die Kinder mit großen Augen das Kind in der Krippe besuchen werden. Die Bürgermeisterin kündigte mit dem Lied „Alle Jahre wieder“ das Erscheinen des Christkindes Johanna an. „Mein Markt bleibt immer jung, so lang es Herrieden gibt und die Erinnerung“, hieß eine Passage in ihrem Prolog, den sie couragiert und ohne Versprecher vortrug.
Unterstützt wurde sie vom weiteren Christkind Melanie und Helferlein Amelie. An den Buden wurden unter anderem Holzartikel, weihnachtliche Basteleien aus der Partnerstadt Bockau und Last-Minute-Geschenke wie Wimmelbild-Puzzle oder Karten für das Neujahrskonzert angeboten.
Zahlreiche Vereine und weitere Aussteller sorgten mit allerlei Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste. Wer die Stadt Herrieden im weihnachtlichen Glanz erkunden wollte, konnte dies ganz romantisch bei einer Kutschfahrt realisieren.