Wohnhausbrand in Ullstadt: Technischer Defekt als Ursache vermutet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.11.2025 12:58, aktualisiert am 06.11.2025 15:25

Wohnhausbrand in Ullstadt: Technischer Defekt als Ursache vermutet

Aus dem Dachstuhl schlugen die Flammen. (Foto: Ulli Ganter)
Aus dem Dachstuhl schlugen die Flammen. (Foto: Ulli Ganter)
Aus dem Dachstuhl schlugen die Flammen. (Foto: Ulli Ganter)

Sirenengeheule am Mittwochmittag gegen 12.45 Uhr rund um Sugenheim: Im Ortsteil Ullstadt (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) brannte ein Wohnhaus. Inzwischen gibt es erste Angaben zur Schadenshöhe und zur Brandursache.

Ein am Gebäude vorbeifahrender Zeuge bemerkte eine starke Rauchentwicklung im betroffenen Anwesen an der Herrenstraße, berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken. Er verständigte die Integrierte Leitstelle in Ansbach, welche die Feuerwehren aus Sugenheim, Ullstadt, Scheinfeld und Langenfeld alarmierte.

Ein Mann warnte die Hausbewohner

Der Mann warnte außerdem die beiden im Haus befindlichen Personen – 15 und sechs Jahre alt –, sodass diese das Gebäude verlassen konnten. Sie wurden vom Rettungsdienst betreut, blieben aber glücklicherweise unverletzt. Auch sonst kam bei dem Brand laut Polizei kein Mensch zu Schaden.

Die Flammen schlugen beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits aus dem denkmalgeschützten Gebäude. Darüber informierte Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen auf Nachfrage unserer Redaktion. Nach gut 30 Minuten hatten die rund 80 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen das Feuer unter Kontrolle und konnten ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindern.

Aufwendige Nachlöscharbeiten

Im Anschluss wurde das Dach geöffnet, um mögliche Glutnester zu identifizieren und abzulöschen. Außerdem kontrollierten die Einsatzkräfte die Temperatur. Die klassischen Nachlöscharbeiten eben, die sich über mehrere Stunden hinzogen. Das Haus ist durch das Feuer und das Löschwasser bis auf Weiteres unbewohnbar, erklären Weiskirchen und ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Die durch den Ort verlaufende Staatsstraße musste phasenweise wegen des Feuerwehreinsatzes gesperrt werden.

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Die Kräfte hatten laut Weiskirchen insgesamt sieben Rohre – eines davon auf der Drehleiter aus Scheinfeld – im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Um genügend Wasser zur Verfügung zu haben, wurden an der Ehe außerdem zwei Wasserentnahmestellen eingerichtet, wobei eine davon nur als Reserve diente. Mehrere Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz ins Gebäude, um die Flammen zu bekämpfen, auch auf der Drehleiter wurde unter Atemschutz gearbeitet.

Nachdem die Flammen gelöscht worden waren, wurde die Feuerwehr aus Scheinfeld gegen 17 Uhr erneut alarmiert, wie Weiskirchen auf Nachfrage mitteilte. In den Fehlböden fand das Feuer immer wieder neue Nahrung und flammte wieder auf. Deshalb wurden bis Donnerstagvormittag Brandwachen eingeteilt, welche von den Feuerwehren Sugenheim und Ullstadt gestellt wurden.

Schaden im hohen sechsstelligen Bereich

Die Höhe des Sachschadens schätzt das Polizeipräsidium auf etwa eine halbe Million Euro. Als Ursache gehen die Beamten nach den ersten Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats der Ansbacher Kriminalpolizei von einem technischen Defekt aus. Vorsatz oder Fahrlässigkeit könne man bis dato ausschließen.


Von Johannes Zimmermann, Andreas Reum und Ulli Ganter
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