Wilhermsdorfer Bürgermeister kündigt Verzicht auf den Titel Altbürgermeister an | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.03.2026 17:16

Wilhermsdorfer Bürgermeister kündigt Verzicht auf den Titel Altbürgermeister an

In der Gemeinderatssitzung am Tag danach gratulierte dem aktuellen Marktgemeinderatsmitglied Alexandra Zipfel, seiner Nachfolgerin, der amtierende Bürgermeister Uwe Emmert mit einem Blumenstrauß. (Foto: Heinz Wraneschitz)
In der Gemeinderatssitzung am Tag danach gratulierte dem aktuellen Marktgemeinderatsmitglied Alexandra Zipfel, seiner Nachfolgerin, der amtierende Bürgermeister Uwe Emmert mit einem Blumenstrauß. (Foto: Heinz Wraneschitz)
In der Gemeinderatssitzung am Tag danach gratulierte dem aktuellen Marktgemeinderatsmitglied Alexandra Zipfel, seiner Nachfolgerin, der amtierende Bürgermeister Uwe Emmert mit einem Blumenstrauß. (Foto: Heinz Wraneschitz)

Eigentlich war es kein Wunder: der bisherige Ortschef Uwe Emmert nutzte die vorletzte öffentliche Sitzung des „alten“ Gemeinderats, die einen Tag nach der Bürgermeisterinnen-Stichwahl stattfand, für persönliche Bemerkungen. Doch er hielt gleich zwei vorgezogene Abschiedsreden.

Im Zentrum der ersten Rede vor dem offiziellen Eintritt in die Tagesordnung stand sein „Bedürfnis und die Ehre, nach der herausfordernden Kommunalwahl zu gratulieren“. Vor allem natürlich seiner klar gewählten Nachfolgerin Alexandra Zipfel (Freie Wähler). Das aktuelle Gemeinderatsmitglied bekam von Emmertzum einen einen Blumenstrauß überreicht und zum anderen wünschte der nicht mehr zur Wahl Angetretene ihr und dem ganzen künftigen Gremium „viel Erfolg bei den kommenden Herausforderungen“. So seien die vergangenen sechs Jahre durchgehend von weltpolitisch bestimmten Krisen geprägt, „die sich nie gelegt haben”. Allerdings „sieht es aktuell nicht so aus, dass es irgendwie ruhiger werden könnte“.

Mit den Worten „Es wird eine deutliche Veränderung im Gremium geben“ ging er auf die deutlichen Verluste seiner Partei bei der Wahl ein – neben dem Wegfall des Bürgermeisterpostens wird die CSU künftig nur noch sieben statt bisher zwölf Ratssitze haben. Das aber benannte Emmert als klares Zeichen von „Demokratie und Ergebnis des aufwendigen, aber gerechtesten Wahlverfahrens, das wir hier in Bayern haben“.

Respekt auch für die Nicht-Gewählten

„Personen direkt wählen zu können, macht es besonders interessant“, resümierte Emmert – doch mussten diesmal allein auf den Gemeinderats-Zetteln etwa 68.000 Stimmen ausgewertet werden. Für die problemlose Durchführung dankte er ausdrücklich sowohl Wahlleiter Ralf Bogendörfer als auch „dem großen Kreis an Wahlhelfern und -helferinnen“: In Wilhermsdorf wird keiner der Kandidierenden für die Erfüllung dieses Ehrenamts benötigt. Den Gewählten, vor allem aber auch den Nichtgewählten zollte Emmert ebenfalls Respekt.

Den öffentlichen Sitzungsteil beschloss der Ortschef mit dem zweiten Teil seiner vorgezogenen Abschiedsrede. Darin stellte er klar: „Am 30. April (seinem letzten Dienst-Tag; d.Red.) werde ich ganz normal im Rathaus sein. Ich plane keine Abschiedsfeier und möchte auch kein Brimborium hinterher.“

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Überraschend aber war vor allem Emmerts Klarstellung: „Ich lege keinen Wert auf den Titel Altbürgermeister.“ Den tragen zurzeit seine beiden Vorgänger Helmut Zollhöfer (CSU) und Harry Scheuenstuhl (SPD). „Wenn der Vorschlag trotzdem kommt, werde ich ihn nicht annehmen. Ich habe meine Arbeit gemacht, damit kann ich gut leben.“


Von HEINZ WRANESCHITZ
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