Und plötzlich ist der Strom weg – das Licht geht aus, die Waschmaschine stoppt, der Ofen bleibt kalt. Gleich zwei Mal ist das rund um Weidenbach und Merkendorf in den vergangenen Wochen vorgekommen. Am Dienstag fiel dann in Ortsteilen von Heilsbronn und Windsbach der Strom aus.
Der erste Ausfall war bereits am Nachmittag des Samstag, 4. Oktober. Ab 15.45 Uhr waren die Ortschaften Winterschneidbach, Nehdorf, Leidendorf, Weidenbach, Triesdorf, Neuses, Hirschlach, Triesdorf Bahnhof, Heglau und Dürrnhof nicht mehr am Netz.
Das bestätigt der Energieversorger N-Ergie auf Nachfrage der FLZ. Rund eine Stunde später hatten dann fast alle wieder Strom. Nur Dürrnhof und Heglau mussten länger warten: Ab 18.18 Uhr waren auch sie wieder am Netz.
Der Grund war laut N-Ergie ein vom Wind beschädigter Holzmast zwischen Merkendorf und Heglau. Dieser wurde gestützt und inzwischen auch ersetzt.
Am Mittwoch, 29. Oktober der nächste Stromausfall: Zur Feierabendzeit, um 17.06 Uhr, waren im gleichen Bereich wieder alle Lichter aus. Um 17.34 Uhr waren die Ortschaften Winterschneidbach, Nehdorf, Leidendorf, Weidenbach, Triesdorf und Neuses wieder am Netz. „Die Bereiche Hirschlach, Triesdorf Bahnhof, Heglau und Dürrnhof konnten ab 18:50 Uhr wieder versorgt werden”, schreibt die N-Ergie.
Ursache? Unbekannt. Die Leitungen wurden laut Energieversorger abgefahren, jedoch konnten die Mitarbeitenden keine Defekte feststellen.
Nur wenige Tage später, am Dienstag, 4. November, kam es dann im östlichen Landkreis Ansbach zu einem Stromausfall. Rund 20 Ortschaften rund um Heilsbronn und Windsbach waren ohne Strom. Nach einer Stunde waren aber alle wieder versorgt. Es war zu einer Störung im Mittelspannungsnetz gekommen, schrieb die N-Ergie in einer Pressemitteilung am Dienstagnachmittag. Was der Grund für die Störung war, ist auch hier nicht bekannt, räumte der Versorger ein.
Ein Zusammenhang zwischen den Ausfällen gebe es nicht, betont N-Ergie Pressesprecherin Stefanie Dürrbeck gegenüber der Redaktion. Während Weidenbach vom Umspannwerk in Winterschneidbach aus versorgt werde, hängt Heilsbronn am Umspannwerk in Raitersaich.
Dürrbeck erklärt, dass die Stromausfälle nichts mit dem Netz oder dessen Beschaffenheit zu tun hätten. Ursache für solche Ausfälle seien meist Kurzschlüsse, die zum Beispiel durch einen Ast, der die Leitung streift, entstünden. Wenn der Ast nicht an der Leitung hängenbleibe, sei es für die Mitarbeitenden oft schwierig, die Ursache zu rekonstruieren. Aber: „Es sind meistens ganz kleine Gründe”, beruhigt Dürrbeck.
Ein Weidenbacher Bürger wunderte sich, dass zu den Ausfällen keine Informationen bei ihm, seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ankamen. Über die kommunale Verwaltung oder die Presse habe man nichts erfahren, erklärt er gegenüber der Redaktion.
Warum die N-Ergie in manchen Fällen (wie Heilsbronn und Windsbach) proaktiv eine Pressemitteilung sendet und von anderen nicht, hat unterschiedliche Gründe. Dürrbeck erklärt, dass es unter anderem mit der Größe des betroffenen Bereichs sowie der Dauer des Ausfalls zusammenhänge. Zu den Entscheidungen in den konkreten Fällen kann Dürrbeck allerdings nicht sagen.
Sie betont aber, dass die N-Ergie die Kundinnen und Kunden auf andere Wege informiert. Einerseits stehen aktuelle Infos im Bluesky Kanal und auf der Homepage der N-Ergie Netz GmbH. Außerdem gibt es die Website stoerungsauskunft.de oder die 24-Stunden-Störungsnummer für Strom unter 0800/2342500, über die Bürgerinnen und Bürger sich jederzeit informieren könnten, so Dürrbeck.