Wieder Diebstahl von „Triesdorf”-Ortstafeln: Was das Dorf so interessant macht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.02.2025 17:50

Wieder Diebstahl von „Triesdorf”-Ortstafeln: Was das Dorf so interessant macht

An der Staatsstraße 2411 aus Richtung Ornbau grüßt eine Ersatz-Ortstafel mit der nüchternen Aufschrift „geschlossene Ortschaft“ die Fahrer. (Foto: Oliver Herbst)
An der Staatsstraße 2411 aus Richtung Ornbau grüßt eine Ersatz-Ortstafel mit der nüchternen Aufschrift „geschlossene Ortschaft“ die Fahrer. (Foto: Oliver Herbst)
An der Staatsstraße 2411 aus Richtung Ornbau grüßt eine Ersatz-Ortstafel mit der nüchternen Aufschrift „geschlossene Ortschaft“ die Fahrer. (Foto: Oliver Herbst)

Das malerische Dorf Triesdorf ist weit über das westliche Mittelfranken hinaus bekannt. Gerade durch die Landwirtschaftlichen Lehranstalten: Menschen in vielen Regionen wissen etwas mit dem Weidenbacher Ortsteil anzufangen. Der Ruhm kommt aber nicht ohne Schattenseiten daher. Immer wieder stehlen Menschen Ortstafeln.

Tafeln mit der Aufschrift „Triesdorf“ stehen an vier Ortseingängen jeweils an Ästen von Staatsstraßen. So lautet zumindest die Theorie, denn tatsächlich ist die Zahl der Diebstähle enorm. Derzeit findet sich der Name des Dorfs auf keiner Ortseingangstafel vor Ort.

Ein neuer Fall trotz des großen Schilds

Der jüngste Fall: Am Ortseingang an der Staatsstraße 2411, von der Bundesstraße 13 aus Richtung Ansbach kommend, ließ das Staatliche Bauamt Ansbach erst noch am 24. Januar eine auffallend große „Triesdorf“-Ortstafel montieren.

Es war eine normale gelbe Ortstafel, aufgedruckt aber auf eine etwa 2,20 mal 1,25 Meter messende hochformatige Trägertafel. So schildert es der Leiter der Straßenmeisterei Ansbach, Stefan Gögelein. Sie sollte eigentlich einen Diebstahl erschweren, doch in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar war auch sie weg. Jetzt schreibt ein einfaches Verkehrszeichen Tempo 50 vor.

Das gleiche Schicksal ereilte die „Triesdorf“-Ortstafel an der Staatsstraße 2220, von der B13 aus Richtung Merkendorf kommend. Auch hier war ab 24. Januar eine derart große Ortstafel gestanden, bis sie schon Anfang Februar jemand mitgehen ließ. Hier prangt nun gleichermaßen ein Tempo-50-Schild.

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Ersatzzeichen mit einer nüchternen Aufschrift

Wie sieht es an den anderen zwei Straßenästen in dem Weidenbacher Ortsteil aus? An der Staatsstraße 2411 aus Richtung Ornbau grüßt im Moment eine Ersatz-Ortstafel mit der nüchternen Aufschrift „geschlossene Ortschaft“ die Fahrer.

Die bloßen Ständer ohne Ortstafel stehen an der Staatsstraße 2220 am Übergang von Weidenbach aus. Hier geht also eine geschlossene Ortschaft direkt in die nächste über. Damit verbietet es sich auch ohne Schild, das Gaspedal durchzudrücken.

Im Moment prüfen das Staatliche Bauamt, die Verkehrsbehörde und die Polizei, wie man angesichts der Diebstähle in Zukunft an all den vier Ortseingängen verfährt. Dies berichtet Stefan Gögelein als Chef der Straßenmeisterei auf Anfrage.

Ortsausgangstafeln in Triesdorf sind ebenfalls nicht immer vor einem Diebstahl sicher. Allerdings ist es am Ortseingang natürlich viel gefährlicher, wenn das Schild fehlt: Hier soll es den Fahrern signalisieren, dass sie ihre Geschwindigkeit merklich drosseln müssen. ⋌

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