Wie wurde Bond zum Agenten? - Dieses Game gibt Antworten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.05.2026 16:55

Wie wurde Bond zum Agenten? - Dieses Game gibt Antworten

Mein Name ist Hitzkopf, James Hitzkopf. Der junge James Bond ist noch kein 00-Agent, aber sorgt mit seiner instinktgesteuerten Kühnheit für Aufmerksamkeit beim MI6. (Foto: -/IO Interactive/dpa-tmn)
Mein Name ist Hitzkopf, James Hitzkopf. Der junge James Bond ist noch kein 00-Agent, aber sorgt mit seiner instinktgesteuerten Kühnheit für Aufmerksamkeit beim MI6. (Foto: -/IO Interactive/dpa-tmn)
Mein Name ist Hitzkopf, James Hitzkopf. Der junge James Bond ist noch kein 00-Agent, aber sorgt mit seiner instinktgesteuerten Kühnheit für Aufmerksamkeit beim MI6. (Foto: -/IO Interactive/dpa-tmn)

In der Gaming-Welt war James Bond lange nicht mehr zu Gast. Das ändert sich nun mit „007 First Light“ vom Kopenhagener Entwicklerstudio I0 Interactive, das für die „Hitman“-Auftragskiller-Serie bekannt ist.

Das Spiel beginnt in Island: James Bond ist dort der einzige Überlebende eines Helikopter-Absturzes über dem Meer und wird an Land gespült. Er ist noch nicht der gewandte Agent, den wir kennen, sondern ein junger, raubeiniger Navy-Pilot - und obendrein von feindlichen Kräften umzingelt, ohne großartige Aussichten auf Rettung.

Das hier ist die Vorgeschichte zu den Leinwand-Abenteuern

Und das ist genau der Moment, in dem der Geheimdienst MI6 versucht, ihn zu kontaktieren: Rettungsleine gegen Rekrutierung. Doch er lehnt zunächst ab. In typischer Bond-Manier sieht er einen gewagten Weg aus der Misere: Das James-Bond-Thema dröhnt aus den Lautsprechern und los geht's!

Schnell begreifen die Spielenden, dass sie hier quasi die Vorgeschichte zu den Leinwand-Abenteuern des legendären Agenten vor sich haben. Im Game ist es schließlich die Schauspielerin Priyanga Burford als M, die Bond ins Doppelnull-Programm befördert. Das schmeckt Greenway, gespielt von Lennie James, gar nicht - obwohl der Bonds Mentor sein soll.

Clever: Bonds Trainingsmission ist das Game-Tutorial

Erst einmal geht es für Bond, der von Patrick Gibson verkörpert wird, auf Trainingsmission, um Kampftechniken, Fahrkünste und die Kunst der Spionage zu erlernen. Er muss sich seinen Platz erst verdienen, und das Spiel lässt die Spielenden jeden Schritt auf diesem Weg miterleben. Denn die Trainingsmission auf Malta ist praktischerweise gleichzeitig das Tutorial des Games.

Umgehend folgt die Missionsbesprechung: 009 muss dingfest gemacht werden, ein abtrünniger MI6-Agent mit geheimen Informationen, dessen Verschwinden während der Operation „Knightfall“ das Programm beinahe zerstört hätte. Es beginnt eine Spirale aus Action, Täuschung und Verrat, die den MI6 bis ins Mark trifft.

Bond-Gadgets und ein ansehnlicher Fuhrpark

Natürlich geht es auch im Game nicht ohne die berühmten Bond-Gadgets, die wie immer aus dem Labor von Q (Alastair McKenzies) kommen: Eine Uhr, die Überwachungssysteme hacken kann etwa, Rauchkapseln, ein Raketenstift oder eine Schockwellenkamera.

Das Waffenarsenal übersteigt die bekannte Walter PPK bei weitem: auch Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre, Schrotflinten oder Panzerbüchsen sind mit von der Partie. In der Garage stehen unter anderem ein 1971er Aston Martin DBS V8 und mit dem Aston Martin Valhalla auch ein Hypercar.

Großer Wiederspielwert - und eine Besetzung bis hin zum Rockstar

Die Missionen können auf verschiedenen Wegen gelöst werden - auch, ohne Gegner zu töten. Dann wird spioniert, gehackt, abgelenkt und geblufft. Wer sich dagegen für die Waffen entscheidet, findet sich in flüssigen und dynamischen Kämpfen wieder. Begrenzte Munition erhöht dabei den Realismus. Die vielen Lösungsoptionen erhöhen den Wiederspielwert.

So oder so erwarten die Spielenden stimmige Actionsequenzen, bombastische Verfolgungsjagden und ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie etwa Moneypenny (Kiera Lester). Die Besetzung wäre aber der Doppelnull nicht würdig, gäbe es nicht auch neue spannende Charaktere wie etwa die fesselnde, Chamäleon-artige freiberufliche Agentin Ms. Roth (Noémie Nakais) oder den herrischen wie launischen Schwarzmarkt-Waffenbaron Bawma, verkörpert von US-Rockstar Lenny Kravitz.

Fazit: Lizenz verdient erneuert

„007 First Light“ ist eine eigenständige Entstehungsgeschichte zur legendären James-Bond-Figur. Sie entführt Spielende in eine Welt, in der fast jede Mission Spannung und quasi uneingeschränkte Handlungsfreiheit bietet - und folgt dabei einer der zentralen, traditionellen Fragen der Serie: Wem kann 007 wirklich vertrauen? Ebenso wird eine andere, nicht minder spannende Frage beantwortet: Wie kann aus einem Draufgänger tatsächlich 007 werden?

Fest steht: Man hat 20 Stunden adrenalingeladene, fesselnde Spielzeit vor sich, die in der schockierenden Erkenntnis gipfelt, wer der eigentliche Drahtzieher und Bösewicht im Hintergrund ist. Selbst Bond-Puristen dürften mit dem Gefühl aus dem Spiel herausgehen, dass sich dieser Bond seine Lizenz gründlich verdient hat.

„007 First Light“ erscheint am 27. Mai für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Kostenpunkt: 70 Euro. Eine Version für Nintendo Switch 2 soll im Sommer folgen. Die USK-Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.

© dpa-infocom, dpa:260526-930-131747/1


Von dpa
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