Der VSR-Gewässerschutz kommt mit seinem Labormobil am Montag, 19. Mai, nach Ansbach. Brunnenbesitzer können von 9 bis 11 Uhr auf dem Martin- Luther-Platz Wasserproben abgeben.
Mit dem Labormobil will die gemeinnützige Organisation Belastungen im Grundwasser aufzeigen und für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser werben. Im vergangenen Jahr nutzten etwa 80 Bürger das Angebot und ließen ihr Brunnenwasser analysieren, so der Verein.
„Eine Belastung ist in den meisten Fällen nicht zu sehen oder zu riechen“, erklärt Fachmann Milan Toups. Im Gegensatz zum Leitungswasser sei Brunnenwasser häufig mit Nitraten, Pestiziden und weiteren Stoffen belastet. Außerdem können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.
Toups führt die Grunduntersuchung von Nitrat-, Säure- und Salzgehalt durch. Diese kostet zwölf Euro. Er berät Brunnenbesitzer, was die festgestellte Belastung für die Nutzung des Wassers bedeutet. Gegen Aufpreis können auch weitere Parameter untersucht werden. Damit zeigt sich, ob das Wasser zum Gießen, für das Befüllen des Planschbeckens oder gar zum Trinken geeignet ist.
Für die Entnahme der Probe empfehlen die VSR-Fachleute Mineralwasserflaschen. „Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5- Liter-Flaschen aus Kunststoff“, heißt es in der Ankündigung. Die Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer zugesandt. Die Werte dienen als Basis für eine Nitratkarte.
Diese Auswertung der Analyseergebnisse wird auf einem Bildschirm am Labormobil gezeigt. „Die von uns erstellte Nitratkarte soll die Belastung in Bayern verdeutlichen“, erklärt Matthias Ahlbrecht vom VSR-Gewässerschutz. Die Karte ist auch im Internet auf Seite der vsr-gewaesserschutz.de/regionales/bayern zu finden.
Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet. Der Sitz des Vereins ist in Geldern in Nordrhein-Westfalen.