Wie 1978: VfL Osnabrück träumt vom Pokal-Coup gegen Bayern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.09.2026 12:29

Wie 1978: VfL Osnabrück träumt vom Pokal-Coup gegen Bayern

Timo Schultz will mit dem VfL Osnabrück gegen Bayern München für die Sensation sorgen. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)
Timo Schultz will mit dem VfL Osnabrück gegen Bayern München für die Sensation sorgen. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)
Timo Schultz will mit dem VfL Osnabrück gegen Bayern München für die Sensation sorgen. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)

Dass man den FC Bayern München im DFB-Pokal schlagen kann, hat der VfL Osnabrück schon einmal bewiesen. Vor 48 Jahren gewann der lila-weiße Underdog sensationell mit 5:4 im Münchner Olympiastadion und warf den großen Favoriten aus dem Wettbewerb. Noch heute ist der 23. September 1978 ein ganz besonderes Datum in der Geschichte des Clubs. Ein Tag, den sie beim VfL nie vergessen werden.

An diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) treffen die Osnabrücker wieder auf den großen FC Bayern. In der ersten Runde des DFB-Pokals ist der Double-Sieger der vergangenen Saison an der legendären Bremer Brücke zu Gast. Und beim Fußball-Zweitligisten träumen sie von einem weiteren historischen Fußball-Abend.

Mythos Bremer Brücke

„Wir gehen All in - und schauen dann, was dabei rauskommt“, sagte Osnabrücks Trainer Timo Schultz. „Das Setting gibt einiges her: 20.45 Uhr, Livespiel, Bremer Brücke. Wir wollen den Bayern das Leben so schwer wie möglich machen“, kündigte der VfL-Coach an.

Schultz ist seit etwas mehr als einem Jahr Trainer an der Bremer Brücke und hat die Niedersachsen zurück in die 2. Liga geführt. Die Basis des für viele überraschenden Aufstiegs war eine stabile Defensive. Nur 34 Gegentore kassierte der VfL in der abgelaufenen Drittliga-Saison und wurde damit Meister.

Wichtiger Sieg in Bochum

Umso ungewöhnlicher war es für die Osnabrücker, dass es an den ersten beiden Zweitliga-Spieltagen gleich sieben Gegentreffer gab. Vor allem das 0:3 gegen den 1. FC Magdeburg sorgte für etwas Beunruhigung beim lila-weißen Anhang. Doch rechtzeitig zum Spiel des Jahres hat der Zweitliga-Aufsteiger in die Spur gefunden. Das 1:0 beim VfL Bochum am vergangenen Freitag hat allen Beteiligten gutgetan. „Das Wichtigste für uns ist, dass wir zu Null gespielt haben“, sagte Schultz.

So lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben, ist auch das große Ziel für Mittwochabend. Dass das Schwerstarbeit und ein Angriff nach dem anderen auf das VfL-Tor zurollen wird, ist den Beteiligten klar. Angst macht es Ihnen nicht. „Ich kann mich an ein Spiel aus der letzten Saison gegen Viktoria Köln erinnern. 20 zu 80 Prozent Ballbesitz, 0:9 Ecken, aber wir haben verdient 2:0 gewonnen. Ballbesitz spielt also eine kleine Rolle und es ist für uns nichts Neues, wenig davon zu haben“, sagte Schultz.

Lob für Kompany

Gegen die Bayern dürften die eigenen Ballbesitzphasen aber besonders überschaubar ausfallen. Schon beim 5:1 zum Liga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart machte das Team von Meistercoach Vincent Kompany deutlich, dass seine nationale Dominanz eher noch größer ausfallen wird als in der schon so beeindruckend souveränen Double-Saison 2025/26. „Die größte Qualität, die mein Kollege seiner Mannschaft antrainiert hat, ist, dass sie in jedem Spiel total scharf ist“, lobte Schultz den Belgier.

Allerdings zeigten die Münchner in der Vergangenheit im DFB-Pokal auch immer mal ein paar Nachlässigkeiten. In der vergangenen Saison zitterten sich die Münchner zum Auftakt zu einem 3:2 beim SV Wehen Wiesbaden. Sollten die Bayern auch am Mittwoch nicht 100 Prozent bei der Sache sein, will der VfL da sein. „Solange wir mit Mut herangehen, bin ich überzeugt, das meine Mannschaft ein richtig gutes Spiel machen wird“, sagte Schultz.

Mut machen soll dabei auch die Sensation von 1978. Der VfL tritt gegen die Bayern in einem Sondertrikot an, dessen Design an die Tracht von vor 48 Jahren erinnert.

© dpa-infocom, dpa:260901-930-614559/1


Von dpa
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