Wichtiges Projekt in Ipsheim: Autos lassen sich nicht wegdiskutieren | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.01.2026 07:02

Wichtiges Projekt in Ipsheim: Autos lassen sich nicht wegdiskutieren

Die künftige Gestaltung der Oberfläche vor der Blumenscheune in Ipsheim sorgte im Gemeinderat für Diskussionen. (Foto: Anna Franck)
Die künftige Gestaltung der Oberfläche vor der Blumenscheune in Ipsheim sorgte im Gemeinderat für Diskussionen. (Foto: Anna Franck)
Die künftige Gestaltung der Oberfläche vor der Blumenscheune in Ipsheim sorgte im Gemeinderat für Diskussionen. (Foto: Anna Franck)

Die Neugestaltung der Fischergasse, Schützenstraße und Raiffeisenstraße ist für die Marktgemeinde Ipsheim ein wichtiges Projekt. Der finale Entwurf der Planung war dem Gemeinderat bereits im Juli präsentiert worden. Nun ging es um die Oberflächengestaltung, die Begrünung des Areals sowie erste Vorschläge für Sitz- und Spiel-Möglichkeiten.

„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Wir haben schon Pflasterflächen im Ortskern, die wir fortführen wollen”, sagte Planer Constantin Rühl zu den Oberflächen. Fahrbahn und Mischverkehrsflächen sollen mit opalgrauem Betonstein gestaltet werden. Auf Gehwegen und in Seitenbereichen soll Betonstein in der Farbe granit-hell zum Einsatz kommen. Bei den Stellplätzen ist Rasenpflaster vorgesehen.

Barrierefreiheit: Rampe ist geplant

Großformatige Betonstein-Platten waren für den Vorplatz der Blumenscheune vorgesehen. Norbert Schuh hatte Bedenken bezüglich der langfristigen Stabilität der Steine, beispielsweise wenn Lastwagen die Fläche passieren. Sebastian Ruß von der ausführenden Firma GBI Kommunale Infrastruktur GmbH & Co. KG erklärte, dass man grundsätzlich jedes Pflaster verwenden könne. Je großflächiger, desto aufwändiger sei es allerdings zu verlegen. Mehrere Ratsmitglieder sahen die großformatigen Steine kritisch. Deshalb verständigte man sich darauf, auf das kleinteilige Format zu setzen.

Eine Rampe, die bei der Blumenscheune entstehen soll, sei mit der Eigentümerin abgesprochen, so der Planer. Diese hatte im Zuge der Neugestaltung Barrierefreiheit für das Gebäude angefragt, weil in der Scheune immer wieder Veranstaltungen stattfinden würden, erläuterte Bürgermeister Stefan Schmidt. Laura Popp gab zu bedenken, dass das Begehrlichkeiten wecken könnte. „Letztendlich schaffen wir für einen Privatnutzer einen verbesserten Zugang auf Kosten der Allgemeinheit”, fand Jochen Prinzkosky. Die Barrierefreiheit würde er in diesem Fall dennoch „mitnehmen”. Sie sei zudem maßgeblich für die Förderung der Maßnahme, betonte Schmidt.

Durch eine entsprechende Begrünung soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Naschsträucher sind ebenso vorgesehen wie „winterattraktive Pflanzen”. Viel Verschattung ist geplant. Die Pflanzen sollen den Insekten dienen, ein breites Spektrum an Blüten und Blühzeiten ist gewollt. Nistkästen und Kletterpflanzen gehören ebenso zum Vorschlag des Planungsbüros wie eine Insektenwiese.

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Sitz- und Spielmöglichkeiten vorgesehen

Intensiv diskutiert wurde über die Verschiebung eines Parkplatzes in der Schützenstraße. Man habe mit dem ursprünglichen Vorschlag vermeiden wollen, eine zu lange Autofront an der Straße zu generieren, so Rühl. „In dieser Straße werden Autos parken müssen. Dann ist es egal, ob dazwischen drei Meter Luft sind oder nicht. Die Autos sind da und wir werden die auch in 100 Jahren nicht wegdiskutieren”, betonte Prinzkosky. Schließlich einigte man sich darauf, dass man den Stellplatz gen Süden schiebt, sodass dieser an einen anderen anschließt. Einstimmig genehmigte das Gremium den Vorschlag für die Oberflächen und die Begrünung mit den entsprechenden Anpassungen.

Sitz- und Spielmöglichkeiten sind im mittleren Bereich des Areals vorgesehen. Für deren Auswahl hatte der Planer erste Ideen im Gepäck. Drei Sitzbänke, eine Tischgruppe und zwei Rundbänke um Bäume waren darunter zu finden. Als Spielgeräte schlug das Planungsbüro einen Fliegenpilz-Hocker, eine Flüsterblume und einen Klangbogen vor. Gabi Schöttle, zweite Bürgermeisterin, gefielen die Vorschläge gut. Den Klangbogen bat Prinzkosky zu überdenken und die Lärmbelästigung für Anwohnerinnen und Anwohner zu bedenken, wenn am Wochenende dann möglicherweise stündlich Kinder darauf herumklopfen würden. Ein Beschluss fiel hierzu nicht.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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