Ein Großteil ihrer vielfältigen Arbeit findet im Verborgenen statt und wird vor allem erst dann außen sichtbar, wenn etwa Veranstaltungen stattfinden. Sie sind die unsichtbaren Helfer im Verborgenen. Die Rede ist vom Neustädter Stadtmarketing, in dem Amtsleiterin Sabine Fink seit Juni 2021 fungiert.
Dem Stadtmarketing gehören diverse Bereiche an – unter anderem die Wirtschaftsförderung und Innenstadtentwicklung. Dafür ist Rüdiger Eisen verantwortlich. Er ist froh, mit zehn weiteren Kolleginnen und Kollegen diesem Team anzugehören und nicht als „Einzelkämpfer“ aktiv sein zu müssen. „Hier hilft jeder jedem. Wir arbeiten Hand in Hand, und einer springt für den anderen ein.“
Was gehört noch zum Stadtmarketing? Sabine Fink nennt den erweiterten Bereich Kommunikation und Medien. Hier liegt der Fokus auf Beiträgen für die Sozialen Medien, Kontakte zum Radio und TV, Werbung und dem Mitteilungsblatt. Kurzum: Es geht um Außenwerbung. Dafür gilt es, Neues auszuprobieren und neue Wege zu gehen.
Viel Arbeit fließt zudem in den Sektor Tourismus und Veranstaltungen. „Wir sind für alle Veranstaltungen zuständig, die bei der Stadt angesiedelt sind“, erklärt Sabine Fink. Dazu zählen etwa Frühlings- und Herbstfest, die Lange Kultur- und Einkaufsnacht und der Weihnachtsmarkt sowie die ThemenMarktPlätze wie beispielsweise der Wein-, Karpfen-, Spargel- , HonigBienen- und ErnteMarktPlatz. „Kunst um die Bleich“ gehört ebenfalls in den Veranstaltungsreigen.
Um Angebote wie „Neustadt wird putzt“, „Alt und Jung“ und die Seniorenweihnacht kümmert man sich ebenfalls. Die Vorbereitungen für die nächste Runde beginnen kurz nachdem die aktuellen Veranstaltungen gelaufen sind. „Die Eckdaten werden oft schon im Vorjahr festgemacht.“ Dies ist wichtig, denn Künstler und Bands sind nicht auf die Schnelle zu bekommen.
Auch wenn das Heimatfest erst im Juli 2025 stattfindet, so wirft es schon seine Schatten voraus. „Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits hinter den Kulissen. Es wird ein großes Ding.“ Es soll ein Fest von Bürgern für Bürger werden. Deshalb freut man sich über jede und jeden, der sich einbringen will. Nach Ostern soll es mit den konkreten Planungen losgehen.
Viel Vorbereitungsarbeit steckt auch im Gewerbetag, der alle zwei Jahre über die Bühne geht. „Er findet wieder 2025 statt“, erklärt Eisen. Das Interesse seitens der Betriebe sei groß. Probleme, genug Interessierte zu finden, hat man nicht. Auch für die Ausstellermeile gebe es genug Bewerber. Über die Wirtschaftsförderung laufen etwa die Planung, das Programm, die Bewerbung und vieles mehr. „Wir sind beim Gewerbetag und allen Veranstaltungen, die die Stadt organisiert, im Boot und die fleißigen Bienchen im Hintergrund“, resümiert Sabine Fink. Im Gespräch mit unserer Zeitung betont sie, dass man als Veranstalter verpflichtet sei, bei den Veranstaltungen als Ansprechpartner dabei zu sein – auch bis spät in die Nacht. „Das ist Zeit, die wir gerne investieren.
Zum Stadtmarketing gehören darüber hinaus die Museen im Alten Schloss, der Jugendtreff „Lazarett“, die NeuStadtHalle und das Stadtarchiv. Mit den dafür Verantwortlichen steht man im engen Austausch. Das hat sich bewährt. Seit diesem Jahr übernimmt das Stadtmarketing zudem Aufgaben, die früher bei der Werbegemeinschaft NEA-Aktiv angesiedelt waren. Dies betrifft etwa das Frühlings- und Herbstfest. „Dafür machen wir die Planung“, so Fink, NEA-Aktiv ist als Partner dabei. „An solchen Festen hängt mehr als man denkt. Ich weiß gar nicht, wie die Werbegemeinschaft, die es toll machte, alles geschafft hat“, stellt die Amtsleiterin anerkennend fest. Sie hat großes Verständnis, dass NEA-Aktiv dies nicht länger zu stemmen vermag. Dank der Personalaufstockung seitens der Stadt kann das Stadtmarketing jetzt einspringen.
Ein wichtiges Anliegen ist diesem Team, ein positives Bild der Stadt nach außen zu kommunizieren – für Einheimische und Fremde. „Viele Touristen finden die Stadt attraktiv.“ Deshalb ist es wichtig, dass sie für ihren Kurzurlaub oder Abstecher nach Neustadt auf gutes Informationsmaterial zurückgreifen können. Auch bei Radfahrern und Wanderern steht der Ort inzwischen hoch im Kurs. Als ein großes Plus werten Fink und Eisen, dass man den Stadtmarketing-Bereich gut strukturiert hat. Früher hätten mehrere Kollegen diverse Themen bearbeitet, nun habe man sie gebündelt, damit eine stärkere Fokussierung möglich ist.
Einiges vorgenommen hat sich auch Rüdiger Eisen. So soll etwa eine Immobilienbörse aufgebaut werden. Auf der Homepage der Stadt soll es möglich sein, Leerstände einzustellen und zwar neben gewerblichen Gebäuden auch private. Die leer stehenden Flächen können so einfacher von Interessenten gefunden werden. „Hier sind wir aber auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt angewiesen.“
Auf die Beine gestellt werden soll zudem eine „Citywerkstatt“. Wichtig ist dabei eines: „Wir wollen mit den Leuten arbeiten und keine vorgefertigten Ideen vorsetzen.“ Das Ziel ist es zu erfahren, was für die Menschen und die Stadt passt. Die offenen Termine verlaufen ohne vorgefertigte Projekte, so dass gemeinsam Ideen, Wünsche und Anregungen geteilt werden können. Das neue Angebot soll Gewerbetreibenden und interessierten Personen zweimal jährlich die Möglichkeit bieten, ihre Anliegen direkt mit den Zuständigen zu teilen. Die Auftaktveranstaltung ist am 27. Februar, um 18.30 Uhr in der Ehrenhalle des Rathauses.
Im Gespräch mit der Redaktion ging Eisen auch auf die Zusammenarbeit mit der Hochschule Ansbach ein. Gemeinsam mit dem Landkreis bringt sie ihr Know-how mit einem neuen Technologietransferzentrum (TTZ) in Neustadt in die Region. Unternehmen und Privatpersonen aus dem gesamten Kreis können sich bei Fragen rund um die Themen Digitalisierung und Datenmanagement, künstliche Intelligenz sowie technologische Sicherheit und Datenschutz an das TZZ wenden.