Weniger Hepatitis-Infektionen in Bayern diagnostiziert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.07.2026 04:03

Weniger Hepatitis-Infektionen in Bayern diagnostiziert

Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt für die Hepatitis-Impfung. (Archivbild) (Foto: Daniel Naupold/dpa)
Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt für die Hepatitis-Impfung. (Archivbild) (Foto: Daniel Naupold/dpa)
Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt für die Hepatitis-Impfung. (Archivbild) (Foto: Daniel Naupold/dpa)

Hepatitis ist in Bayern offenbar auf dem Rückzug. Im laufenden Jahr wurden bis zum 20. Juli 1.425 Menschen neu mit Hepatitis diagnostiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind 548 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei Hepatitis C fiel die Zahl um 155 auf 696.

Ministerin Judith Gerlach (CSU) wirbt für die Impfung: „Gute Prävention bedeutet heute vorzusorgen, damit Krankheiten morgen möglichst keine Chance haben. Mit der Impfung gegen Hepatitis B können wir schon früh den Grundstein legen. Deshalb ist es besonders wichtig, bei Kindern und Jugendlichen auf einen vollständigen Impfschutz zu achten.“

88,4 Prozent der eingeschulten Kinder geimpft

Die Impfung wird laut Gesundheitsministerium bereits im Säuglingsalter empfohlen. Bis zum 18. Geburtstag übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Dennoch sind nicht alle Kinder geimpft. Im Schuljahr 2023/2024 lag die Impfquote bei eingeschulten Kindern bei 88,4 Prozent. „Unser Ziel muss sein, möglichst viele junge Menschen zu erreichen, bevor aus einer versäumten Impfung ein vermeidbares Gesundheitsrisiko wird“, sagt Gerlach. 

Hepatitis B infiziert die Leber. Die Krankheit könne akut verlaufen, aber auch chronisch werden, erklärt Gerlach. „Gerade darin liegt die Gefahr: Bleibt eine Infektion unbemerkt, kann sie zu einer Vernarbung, sowie Schrumpfung der Leber und langfristig zu Leberkrebs führen.“ 

Gerlach wirbt daher bei Menschen, die nicht geimpft sind für eine Früherkennung durch Tests. „Ein einmaliges kostenfreies Screening auf bestehende Infektionen mit Hepatitis B und C ist seit Ende 2020 im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 möglich.“ Gegen Hepatitis C gebe es zwar keine Impfung, aber hochwirksame Medikamente. 

Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. In Deutschland steht er unter dem Motto: „Lass uns Klartext reden - Hepatitis? Informier dich. Werde aktiv.“

© dpa-infocom, dpa:260727-930-442864/1


Von dpa
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