Weiter Ärger um Ansbachs Stadtgraben-Spielplatz: Warum wieder gesperrt war | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.06.2025 07:00

Weiter Ärger um Ansbachs Stadtgraben-Spielplatz: Warum wieder gesperrt war

Der Spielplatz im Stadtgraben ist nun wieder nutzbar. Das Kletter- und Rutschengerüst war einige Zeit gesperrt, weil am Auslauf der Rutsche ein neuer Belag eingebaut wurde. (Foto: Robert Maurer)
Der Spielplatz im Stadtgraben ist nun wieder nutzbar. Das Kletter- und Rutschengerüst war einige Zeit gesperrt, weil am Auslauf der Rutsche ein neuer Belag eingebaut wurde. (Foto: Robert Maurer)
Der Spielplatz im Stadtgraben ist nun wieder nutzbar. Das Kletter- und Rutschengerüst war einige Zeit gesperrt, weil am Auslauf der Rutsche ein neuer Belag eingebaut wurde. (Foto: Robert Maurer)

Der Spielplatz im Stadtgraben macht auch knapp zwei Jahre nach der Einweihung noch Ärger. Bis vor wenigen Tagen war das Spielgerät eingezäunt und durfte nicht benutzt werden. Eine Reparatur war nötig gewesen.

Für Bewohner der Altstadt mit kleinen Kindern ist der großzügig angelegte Spielplatz eine schöne Oase. Bei der Einweihung im Sommer 2023 hatte Oberbürgermeister Thomas Deffner von einem „Meilenstein für die familienfreundliche Stadtentwicklung“ gesprochen. Da lag man bereits ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Vor allem die Statik des Großspielgeräts hatte für Verzögerungen gesorgt. 530.000 Euro hat die Stadt für die Neugestaltung ausgegeben, wobei es 80 Prozent Förderung gab.

Den Schaden beziffert die Stadt mit rund 3500 Euro

Doch auch nach der Einweihung sorgte der Spielplatz immer wieder für Ärger. Eltern klagten über Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf der kleinen Grünfläche ihre Notdurft verrichten ließen. Außerdem sind das Spielgerät oder Teile davon immer wieder gesperrt.

An der Rutsche beispielsweise war der Sand durch die Nutzung stärker verteilt worden als erwartet. „Der Abstand zum Sand war zu groß geworden“, teilte die Stadt auf FLZ-Anfrage mit. Deshalb war die Rutsche den Winter über nicht nutzbar. „Da bei Frost der Sand gefriert und hart wird, wäre durch die Höhe die Verletzungsgefahr im Winter zu groß gewesen. Deshalb wurde die Rutsche über den Winter gesperrt.“

Nun ließ die Stadt am Ende der Rutsche einen speziellen Belag einziehen und hat neuen Sand aufgeschüttet. Das geschah bereits zum zweiten Mal, wie die Verwaltung ausführte. Beim ersten Versuch in der zweiten Mai-Hälfte hatten die Arbeiter den Rutschenauslauf eingezäunt und nur die Rutsche gesperrt. Doch das hat nicht ausgereicht. Irgendwer hat in der Nacht den neuen Belag zerstört. Den entstandenen Schaden beziffert die Stadt mit rund 3500 Euro.

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„Um eine erneute Zerstörung beim zweiten Einbau zu vermeiden, wurde die komplette Spielkombination mit einem Bauzaun eingezäunt, damit keiner den neuen Rutschenauslauf beschädigen kann“, erläuterte die Verwaltung, warum in den vergangenen Tagen das Spielgerät komplett mit einem Bauzaun versehen war. Die große Hoffnung ist, dass nun Ruhe ist.

Hundekot bleibt ein Problem

Die Hundekotproblematik bleibt aber. Die Stadt weist darauf hin, dass, „auf allen Spielplätzen, Hunde verboten“ sind. Das gilt natürlich auch für den Stadtgraben. Nach Mitteilung der Stadt seien „vor rund zwei Wochen neue Schilder an allen Eingängen zum Stadtgraben angebracht“ worden, um dies deutlich zu machen. Besonders auffällig sind die Tafeln aber nicht, bei unserem Vor-Ort-Termin haben wir sie nicht bemerkt. „Zudem thematisiert die Stadt Ansbach bei Bürger- und Stadtteilversammlungen die Pflicht der Hundebesitzer, den Hundekot zu entsorgen.“

Der Spielplatz ist nicht nur bei Familien mit kleinen Kindern beliebt, auch Jugendliche zieht die Grünfläche stark an. Beim Eröffnungsabend des Altstadtfestes nutzten etliche junge Menschen die Anlage, um sich zu treffen und auch um ein wenig vorzuglühen.

Allerdings wurden sie am frühen Abend durch eine relativ starke Polizeipräsenz überrascht. Drei Streifenbesatzungen waren vor Ort, nachdem eine Meldung über ein mögliches Messer bei der Polizei eingegangenen war. Die Polizisten kontrollierten mehrere Personen, konnten aber nichts feststellen.

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