In den früheren Kulturen galt der Spargel als Delikatesse, Heilpflanze und Aphrodisiakum zur Steigerung der Libido. Bereits die alten Römer und Griechen haben sich für das Gemüse begeistert.
Für die heilkundlichen Zwecke wurden die getrockneten Wurzeln des im Mittelmeerraum heimischen Wildspargels genutzt. In Bezug auf die Kultivierung der Pflanze und erste Anbautechniken soll es überlieferte Aufzeichnungen von den Römern geben, die teilweise von den heutigen Anbaumethoden abweichen.
Die Besonderheit der weißen und grünen Spargelstangen als Delikatesse blieb über die nachfolgenden Epochen bestehen. Im Gemüseangebot der heutigen Supermärkte, Bioläden und Wochenmärkte finden sich zumeist weißer Spargel mit einer hellen oder violetten Spitze und grüner Spargel.
Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Anbaumethode. Der weiße Spargel wird geerntet, sobald seine Spitze den Boden durchbricht. Weil er unter der Erde ohne Sonnenlicht wächst, bleibt er weiß. Wird der Spargel nicht sofort gestochen, färbt sich sein Kopf durch das Sonnenlicht violett. Der grüne Spargel wächst oberirdisch und erhält mittels einer guten Portion Sonnenstrahlung dank der Fotosynthese und Bildung von Chlorophyll seine Farbe. Sein Geschmack ist etwas würziger.
Die dünnen, grünen Stangen werden bei Bedarf am unteren Ende gekürzt und müssen nicht geschält werden. Sind die Spargelstangen hingegen dicker, sollten sie, ähnlich wie beim weißen Spargel, geschält werden, da die Schale sie häufig bitter schmecken lässt.