Weinturm 2025 in Bad Windsheim: Nachahmung empfohlen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 08.08.2025 23:10

Weinturm 2025 in Bad Windsheim: Nachahmung empfohlen

Birgit aus Hamburg wünscht sich stressfreie Festivaltage. (Foto: Simon Meier)
Birgit aus Hamburg wünscht sich stressfreie Festivaltage. (Foto: Simon Meier)
Birgit aus Hamburg wünscht sich stressfreie Festivaltage. (Foto: Simon Meier)

Die schiere Vielfalt an verschiedenen Menschen und Charakteren macht ein Festival zu etwas Besonderem. Worauf kommt es letztendlich bei einem Wohlfühl-Wochenende an? Bei einer Umfrage auf dem Weinturm Open Air zeigt sich deutlich, wie das Campen so angenehm wie möglich gestaltet werden kann.

Sobald man das Gelände betritt, ergreift einen die Atmosphäre. Schon um 9 Uhr morgens wird man von allen Seiten mit einem herzlichen „Moin” begrüßt. Ein alter Festival-Hase namens Andreas setzt auf die richtige Ausrüstung. „Eine richtige Matratze sollte absolute Grundvoraussetzung sein”, erklärt er mit verschlafenem Blick, der vom Vorabend herrührt. Stolz erzählt er, dass er sich erst im vergangenen Jahr seinen Traum vom eigenen Camper erfüllt habe. Auch auf ein mobiles Solarpanel, mit welchem er seine Kühlbox und andere Geräte mit Strom versorgt, könne er nicht mehr verzichten.

Die aus Hamburg stammende Birgit hat ihre eigene Devise: „Bleibt entspannt und macht euch nicht verrückt. Solltet ihr etwas vergessen haben – irgendjemand hat immer genau das dabei, was einem selbst fehlt.” Die Zeit sei grundsätzlich immer erlebnisreich, sofern man selbst auch entspannt sei.

Wenn der Sohn im Backstage-Bereich betreut wird

Vor einigen Jahren habe ihr Sohn im Kindesalter mit anderen Besuchern musiziert und gespielt und sei daraufhin einfach verschwunden. Nach einiger Zeit des Suchens konnte er dann endlich gefunden werden – im Backstage-Bereich für die Künstler. Die Mitglieder einer Band kümmerten sich und malten zusammen mit ihm.

Ähnlich sehen das auch die beiden Freunde Marco und Benjamin, die schon von Weitem beim morgendlichen Kaffeetrinken – auf dem Dach ihres VW-Busses sitzend – zu sehen waren. „Ihr wollt Tipps für ein entspanntes Festival? Macht es einfach so wie wir”, empfiehlt Benni mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Mehr aus diesem Ort
Renommierter Politik-Experte aus Bad Windsheim: Von Statistiken und BrausestangenHöhepunkt der Dartsaison: Bundesliga-Finale mit dem DC La Bamba Bad WindsheimZwischen Amore und Dolore: Nevio Passaro begeistert in Bad WindsheimVereine aus der Region: Mit einem Klick zur richtigen TabelleUnmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad WindsheimKurioser Urlaubsverlauf: Kurgast in Bad Windsheim mit Faust ins Gesicht geschlagenMozart und Mambo bei der „Kubanischen Nacht” in Bad Windsheim64 Meter Gleis: „Großer Bahnhof” beim Historischen Verein Bad WindsheimDietersheimer Rat übt sich in Harmonie bei Wahl der Bürgermeister-StellvertreterUnfall auf der B470 bei Bad Windsheim endet glimpflich – Straße zeitweise gesperrtAusstellung in Bad Windsheim zeigt, wie es in mittelalterlichen Spitälern zugingBad Windsheimer Protesttag: Teilhabe für Menschen mit Behinderung gefordertDC La Bamba zittert sich in Leipzig in die EndrundeDer neue Bad Windsheimer Bürgermeister Philipp Flierl wurde vereidigtWochenmarkt in Bad Windsheim: Mehr Stände und längere Öffnungszeiten sind das Ziel
Foto: René Chlopotowski
Foto: René Chlopotowski

Weinturm Open Air 2025: Die Festival-Bilder vom Plateau über Bad Windsheim

Entspannte Gäste, vielseitige Musik und einige Neuerungen: Die 46. Auflage des Kultfestivals ist in vollem Gang. Unsere Fotografen sind von Anfang bis Ende dabei.
08.08.2025 19:26
query_builder1min

„Man muss die Zeit einfach genießen, es ist ja schließlich auch nichts anderes wie Urlaub, dann klappt auch alles”, meint Marco. Auch die beiden Freunde hat die Redaktion zu ihrer liebsten Festival-Geschichte befragt, woraufhin beide lauthals lachen: Vor zwei Jahren sei Benni nach dem einen oder anderen Getränk leicht alkoholisiert den Berg des Weinturm-Plateaus zum Campingplatz runter geradelt, woraufhin er nicht unerheblich gestürzt sei. Er wendet sofort ein: „Das war eine dumme Idee, bitte nicht nachmachen, Kinder!”

In einem Punkt sind sich aber alle Befragten einig. Abgesehen von der richtigen Schlafunterlage, seien Campingnachbarn essenziell, welche zum Wohle der Gemeinschaft handeln. Dafür sei es nicht ratsam, die Nächte mit lautstarker Musik und Unmengen an alkoholischen Getränken zu verbringen. Jeder Besucher möchte eine schöne Zeit verbringen, hierfür sei das richtige Miteinander das A und O.


Von SIMON MEIER
north