Weihenzell: Bürgermeister-Kandidat Wolfgang Ringel zieht sich zurück | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 26.03.2026 15:35

Weihenzell: Bürgermeister-Kandidat Wolfgang Ringel zieht sich zurück

Nach der Kommunalwahl gibt Wolfgang Ringel den Vorsitz der CSU in Weihenzell ab. (Foto: Luca Paul)
Nach der Kommunalwahl gibt Wolfgang Ringel den Vorsitz der CSU in Weihenzell ab. (Foto: Luca Paul)
Nach der Kommunalwahl gibt Wolfgang Ringel den Vorsitz der CSU in Weihenzell ab. (Foto: Luca Paul)

Wolfgang Ringel liegt die Kommunalwahl noch bitter im Magen. Er hat in Weihenzell bei der Wahl um den Bürgermeisterposten eine herbe Niederlage kassiert. Nun gibt er den CSU-Vorsitz ab. Das Mandat für den Gemeinderat nimmt er nicht an.

Mit 67,1 Prozent gewann Volkan Mertkan von der Unabhängigen Liste Weihenzell bei der Kommunalwahl am 8. März. Ab Mai löst er Rathauschef Gerhard Kraft ab, der sich in den Ruhestand verabschiedet. „So ein deutliches Ergebnis schmerzt schon sehr”, sagte Wolfgang Ringel, der gegen Mertkan angetreten war, im Gespräch. „Das muss man ernst nehmen und kann nicht einfach zur normalen Tagesordnung übergehen.”

Volkan Mertkan setzte sich gegen den amtierenden Gemeinderat Wolfgang Ringel (CSU) durch. (Archivbild: Markus Nölp)
Volkan Mertkan setzte sich gegen den amtierenden Gemeinderat Wolfgang Ringel (CSU) durch. (Archivbild: Markus Nölp)

Neuer Bürgermeister nach Wahl in Weihenzell: Volkan Mertkan löst Gerhard Kraft ab

Der 37-Jährige erhielt 67,1 Prozent der Stimmen. Sein CSU-Kontrahent Wolfgang Ringel schaffte es zumindest wieder in den Gemeinderat. Die Stimmen vom Wahlabend.
09.03.2026 00:17
query_builder3min

Dass der CSUler nur ein Drittel der Wählerstimmen bekommen hat, ist für ihn kein Leichtes. Seine Partei hat zudem ein Mandat im Gemeinderat verloren, ebenso wie die Freie Wählergemeinschaft-Umland. Zunächst müsse die CSU das Wahlergebnis noch verdauen, so Ringel. „Und dann werden wir schon hinterfragen: Woran hat es gelegen?”


Wir haben zuwenig gemacht. Das gebe ich zu.

Wolfgang Ringel

Zumal die CSU seiner Aussage nach einige Aktionen in den vergangenen Jahren für die Gemeinde organisiert und Projekte ins Rollen gebracht hat. Nachdem das wohl nicht überzeugen konnte, ist er sich sicher: „Dann waren das die falschen Rezepte.” Auch den vorher geführten Wahlkampf und die -werbung reflektierte der 54-Jährige. „Wir haben zu wenig gemacht. Das gebe ich zu.”

Etwas Wehmut schwingt mit

Etwas Wehmut schwang mit, als Ringel verkündete, dass er sein Mandat im Gemeinderat nicht annehmen wird. Er wolle Raum für Neues schaffen. Zudem sei es anstrengend gewesen, Ehrenämter und seine Arbeit als Beamter unter einen Hut zu bekommen, sagte er. Der 54-Jährige war viele Jahre zweiter Vorsitzender des CSU-Ortsverbands in Weihenzell und ist seit vergangenem Jahr Vorsitzender. Diesen Posten gibt Ringel nun an Jürgen Popp weiter.

Das könnte Sie auch interessieren
Sitzungsgeld im Vergleich: Das „verdienen” Stadt- und Gemeinderäte im Kreis NeustadtRatsneuling Michael Seybold wird in Gebsattel gleich dritter BürgermeisterWilburgstetten: Gemeinderat gibt grünes Licht für geplanten GenerationenwohnparkNeue Wanderwege in der Gemeinde Simmershofen: Viel Natur für die ganze FamilieDebatte um Sanierung der Roßmühle in Feuchtwangen nimmt „merkwürdige Schlagseite“Wassertrüdinger CSU reflektiert Wahl: Weniger Sitze, aber weiter stärkste FraktionAbschied nehmen auf der Burg von ColmbergMehr Sicherheit in Betzendorf: Stadtrat stimmt Verkehrsinseln zuInsinger Gemeinderat startet: Ein Neuer wird gleich zweiter BürgermeisterWie im Stadtwald von Burgbernheim kleine Bäume vor Verbiss geschützt werdenPersonelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGlasfaser für 45 weitere Adressen in Neuendettelsau: Was das die Kommune kostetNach Streit um Heizkraftwerk: Nahwärmenetz für Rügland nimmt eine weitere HürdeMit Flohmarkt und Blaulicht-Einblicken: Freibad-Eröffnung in Lichtenau

Über die Arbeit im Gemeinderat sagte der 54-Jährige: „Das hat alles Spaß gemacht. Es sind schöne sechs Jahre gewesen.” Er ist sich sicher, dass der neue Gemeinderat unter Volkan Mertkan künftig gut zusammen arbeiten wird. „Aber da muss ich nicht unbedingt dabei sein.”


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
north