Wasser knapp, Wege gesperrt: DAV fordert mehr Klimaschutz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.08.2026 15:50

Wasser knapp, Wege gesperrt: DAV fordert mehr Klimaschutz

Die Gletscher schwinden im gesamten Alpenraum. (Archivbild) (Foto: Sabine Dobel/dpa)
Die Gletscher schwinden im gesamten Alpenraum. (Archivbild) (Foto: Sabine Dobel/dpa)
Die Gletscher schwinden im gesamten Alpenraum. (Archivbild) (Foto: Sabine Dobel/dpa)

Schwindende Gletscher, brüchiger Fels, gesperrte Wege und Wassermangel auf Berghütten: Die Folgen der Klimakrise sind in den Alpen vielerorts unmittelbar zu sehen und zu spüren. Der Deutsche Alpenverein (DAV) warnt angesichts des Hitzesommers vor den Folgen. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz fordert der Bergsport- und Naturschutzverband Klimaschutz, Anpassung und Naturschutz zusammenzudenken und verlässlich zu finanzieren. 

Die Berge seien ein Frühwarnsystem, erläuterte der DAV anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung. Es dürften nicht nur kurzfristige Lehren aus dem Hitzesommer 2026 gezogen werden. 

„Wer heute bei Klima und Natur spart, zahlt morgen doppelt“

„Wer heute bei Klima und Natur spart, zahlt morgen doppelt: mit gesperrten Wegen, teuren Schäden und verlorener Sicherheit“, sagte DAV-Präsident Roland Stierle.

Besonders sichtbar sind die Veränderungen an den Gletschern. Sie verlieren weiter Eis und ziehen sich zurück. Gleichzeitig nehmen die Gefahren für Bergsteiger zu: Wenn Permafrost im Untergrund auftaut, können Felsen und ganze Hänge instabil werden. Nach Starkregen können Muren Wege und Brücken beschädigen oder unpassierbar machen.

Trockentoiletten und Wassermangel 

Weil Wasser in höheren Lagen zunehmend knapp wird, investiere der DAV unter anderem in Maßnahmen zur Wassereinsparung und Anpassung der Hütten, etwa mit Trockentoiletten.

„Unsere ehrenamtlichen Teams setzen Wege und Hütten instand, die der Klimawandel oft schneller beschädigt, als wir reparieren können“, sagte DAV-Vizepräsident Ernst Schick. Ohne verlässliche Förderung drohe die Infrastruktur für einen sicheren Zugang zu den Bergen nach und nach verloren zu gehen. 

Erst kürzlich hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Wanderschuhe geschnürt und sich ein Bild von der Arbeit der Freiwilligen des DAV beim Wegebau gemacht.

© dpa-infocom, dpa:260826-930-585909/1


Von dpa
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