Was Sophia Göppel-Kraft (Grüne) als Ansbacher Landrätin besser machen möchte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.11.2025 13:34

Was Sophia Göppel-Kraft (Grüne) als Ansbacher Landrätin besser machen möchte

Die Sprecherin des Grünen-Kreisverbands Franziska Wurzinger (links) gratulierte Sophia Göppel-Kraft (Mitte) gemeinsam mit dem Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Harald Domscheit (rechts) zur Nominierung als Landratskandidatin. Für den winterlichen Wahlkampf wurde die Kandidatin unter anderem mit einer passenden Mütze als Geschenk ausgestattet. (Foto: Thomas Schaller)
Die Sprecherin des Grünen-Kreisverbands Franziska Wurzinger (links) gratulierte Sophia Göppel-Kraft (Mitte) gemeinsam mit dem Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Harald Domscheit (rechts) zur Nominierung als Landratskandidatin. Für den winterlichen Wahlkampf wurde die Kandidatin unter anderem mit einer passenden Mütze als Geschenk ausgestattet. (Foto: Thomas Schaller)
Die Sprecherin des Grünen-Kreisverbands Franziska Wurzinger (links) gratulierte Sophia Göppel-Kraft (Mitte) gemeinsam mit dem Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Harald Domscheit (rechts) zur Nominierung als Landratskandidatin. Für den winterlichen Wahlkampf wurde die Kandidatin unter anderem mit einer passenden Mütze als Geschenk ausgestattet. (Foto: Thomas Schaller)

Die Grünen im Landkreis Ansbach haben Sophia Göppel-Kraft als Landratskandidatin aufgestellt. Bei einer Versammlung im Gasthaus Fetz in Götteldorf erhielt die 37-jährige Energieökonomin aus Herrieden 31 von 33 Stimmen bei zwei Enthaltungen. In ihrer Vorstellungsrede setzte sie fünf politische Schwerpunkte.

So sollen unter dem Schlagwort „Sicherheit in Krankheit, Notfall, Pflege und Alter” eine gute medizinische Versorgung und Pflege überall erreichbar sein. Ambulante und stationäre Angebote müssen aus ihrer Sicht besser vernetzt, Pflegeheime gestärkt und Angehörige entlastet werden.

Mobilität durch Nahverkehr sichern

Ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr sei Grundlage gleichwertiger Lebensverhältnisse, sagte sie weiter. Um die Mobilität zu sichern, seien Expressbusse, Radwege und On-Demand-Angebote nötig. Göppel-Kraft kritisierte insbesondere von ihr wahrgenommene Missstände beim Schulbusverkehr.

Dritter Schwerpunkt ihres politischen Programms ist eine Stärkung der regionalen Wirtschaft im Einklang mit dem Klimaschutz. Dazu gehöre auch eine verantwortungsvolle Flächennutzung und der Ausbau der erneuerbaren Energien, der vorrangig in Bürgerhand vorangetrieben werden soll.

Den Umwelt- und Artenschutz sieht die Kandidatin der Grünen als Zukunftsaufgabe. Es sei nicht akzeptierbar, dass die Biolandwirtschaft im Landkreis „hinten runterfällt”.

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Für eine „Mitmach-Demokratie”

Schließlich setzt sie sich für eine „Mitmach-Demokratie” ein, die Gemeinschaft und Zusammenhalt stärkt. Daher will sie Ehrenamt, Teilhabe und Solidarität unterstützen. „Als Landratskandidatin für Bündnis 90/Die Grünen möchte ich Verantwortung übernehmen – mit Erfahrung, Herz und Haltung”, sagte sie.

Die bestehende Verunsicherung, Wut und Erschöpfung bei vielen Bürgern will sie ernst nehmen und „Lösungsvorschläge positiv erzählen”. Mit einer Politik, die „einlädt statt ausgrenzt”, möchte sie die Menschen für die Grünen gewinnen.

Derzeit ist sie beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet beschäftigt. Bei den Grünen ist sie schon seit vielen Jahren aktiv, unter anderem als Stadträtin in Leipzig bis 2022 und aktuell als Mitglied des Landesausschusses der Partei. Darüber hinaus engagiert sie sich in zahlreichen Vereinen und Verbänden.

Göppel-Kraft stehe für Verlässlichkeit

Die Sprecherin des Kreisverbands Franziska Wurzinger erklärte bei der Nominierungsversammlung, man sei sich von Anfang an einig gewesen, eine eigene Kandidatin für das Amt der Landrätin ins Rennen zu schicken.

„Die Kreistagsfraktion steht hinter deiner Kandidatur”, versicherte der Fraktionsvorsitzende Harald Domscheit. Sophia Göppel-Kraft stehe für Orientierung, Verlässlichkeit und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Im Kreistag werde es in der kommenden Wahlperiode auch darum gehen, den Haushalt des Landkreises zu konsolidieren, „um Freiräume für unsere Ziele zu schaffen”.

Expertise bei der Energiewende

Als Gast nahm der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sascha Müller an der Versammlung teil. Er erklärte, es sei gut, wenn „an der Spitze des Landratsamts jemand ist, der eine gewisse Expertise bei der Energiewende mitbringt”.

Im Anschluss an die Nominierung beschäftigten sich die Mitglieder des Kreisverbands mit dem Programm ihrer Partei für die Kreistagswahl im kommenden Jahr.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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