Was machte der Kran am Ansbacher Fernmeldeturm? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.08.2023 15:53

Was machte der Kran am Ansbacher Fernmeldeturm?

Da gab es wirklich was zu schauen: In schwindelerregender Höhe ist winzig die Arbeitsgondel zu sehen, die am Haken des riesigen Autokrans hängt. (Foto: Ulrich Kalthoff)
Da gab es wirklich was zu schauen: In schwindelerregender Höhe ist winzig die Arbeitsgondel zu sehen, die am Haken des riesigen Autokrans hängt. (Foto: Ulrich Kalthoff)
Da gab es wirklich was zu schauen: In schwindelerregender Höhe ist winzig die Arbeitsgondel zu sehen, die am Haken des riesigen Autokrans hängt. (Foto: Ulrich Kalthoff)

Eine spektakuläre Aktion am Ansbacher Fernmeldeturm hat die Neugier vieler Passanten geweckt: Mit einem riesigen Autokran wurde eine Arbeitsgondel in schwindelerregende Höhen gehievt. Was war da los? Die FLZ hat bei der Telekom, die den Fernmeldeturm betreibt, nachgefragt.

Die Arbeitsgondel wurde allerdings nicht ganz bis nach oben bis zu den Plattformen gehoben, wo mit bloßem Auge viele Antennen zu erkennen sind, sondern auf Dreiviertel des Betonschachtes.

Ein Sprecher des Telekom-Tochterunternehmens Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), das in Deutschland die Infrastruktur für Mobilfunknetze und weitere Funkdienste baut und betreibt, bestätigte, dass sich die meisten Antennen auf den Plattformen in etwa 90 Metern Höhe befinden.

Drei Antennen wurden abmontiert

Aber eben nicht alle. Darüber hinaus gebe es in 20 Metern Höhe am Schacht Mobilfunkantennen und – bis vor Kurzem – auch auf 40 und 62 Metern Höhe. „Diese drei Mobilfunkantennen wurden nun mit einem großen Kran im Zuge einer Modernisierung der Sendeanlagen abmontiert“, so der Unternehmens-Sprecher.

Die drei Antennen seien längst nicht mehr in Betrieb gewesen, weil die Mobilfunkdienste zuvor schon auf modernere Sendeanlagen in einer Höhe von 92 Metern umgezogen seien. „Somit kommt es durch die Bauarbeiten zu keinen spürbaren Veränderungen für Mobilfunkkunden.“

Der Ansbacher Fernmeldeturm sei seit 1986 einer der wichtigsten Funkstandorte in der Region, so der Sprecher weiter. Die technische Bezeichnung für den 138 Meter hohen Turm ist FMT 16. Ab den 1960er Jahren wurde in Deutschland – damals noch durch die Bundespost – ein dichtes Netz von Fernmeldetürmen gebaut. Dabei seien verschiedene Modelle verwendet worden. Die Bauweise FMT 16, für die man sich in Ansbach entschieden hat, sei eher selten gebaut worden, sodass es in ganz Deutschland weniger als zehn bauähnliche Türme gebe: „Somit ist der Ansbacher Fernmeldeturm etwas Besonderes.“

Fast 100 Antennen für Funkdienste

Heute bietet der Turm mit insgesamt fast 100 verschiedenen Antennen Infrastruktur für unterschiedliche Funkdienste in der Region. Der DFMG-Sprecher nennt als wichtigste das Radio (UKW) und Mobilfunk für alle großen Netzbetreiber. Dazu kommen Antennen für Funkamateure, Behörden und Unternehmen.

„Eine zentrale Bedeutung hat der Fernmeldeturm als Knotenpunkt für Richtfunkverbindungen“, sagt der Firmensprecher. „Die Gespräche und mobilen Daten für zahlreiche Mobilfunkmasten im Ansbacher Umland laufen über unseren Turm. Er ist ein Knotenpunkt für moderne Kommunikation.“


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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