Warnung vor politischem Extremismus: Interkulturelle Wochen in Ansbach eröffnet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.09.2026 18:06

Warnung vor politischem Extremismus: Interkulturelle Wochen in Ansbach eröffnet

Die Schauspielerin Claudia Kucharski hatte zur Eröffnungsfeier einen Beitrag mitgebracht, der sich mit den Gastarbeitern in Deutschland befasste.  (Foto: Alexander Biernoth)
Die Schauspielerin Claudia Kucharski hatte zur Eröffnungsfeier einen Beitrag mitgebracht, der sich mit den Gastarbeitern in Deutschland befasste. (Foto: Alexander Biernoth)
Die Schauspielerin Claudia Kucharski hatte zur Eröffnungsfeier einen Beitrag mitgebracht, der sich mit den Gastarbeitern in Deutschland befasste. (Foto: Alexander Biernoth)

Zum 33. Mal finden heuer die Interkulturellen Wochen in Ansbach statt. Mit einer Eröffnungsfeier im Kunsthaus Reitbahn 3 startete die Veranstaltungsreihe, die am 16. Oktober mit einem Kochkurs zu ukrainischen Spezialitäten enden wird.

Der Schirmherr der Veranstaltungsreihe, Oberbürgermeister Thomas Deffner, nutzte die Eröffnungsveranstaltung, um mit dem Blick auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, vor politischem Extremismus sowohl von Links als auch von Rechts zu warnen. Deffner betonte, dass Ansbach dafür sei, eine offene Gesellschaft zu gestalten und eine lebendige und bunte Stadt zu leben.

Wenn im Alltag Kulturen zusammenkommen, so Deffner, entstehen neue Stärken und gegenseitige Bereicherungen. Es können Vorurteile abgebaut werden. „Lassen sie uns gemeinsam zeigen, dass Ansbach eine Stadt ist, in der Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern gefeiert wird”, so der OB.

Der Extremismus führe nicht zu Vielfalt. Der Extremismus von Links stehe laut Deffner in weiten Teilen für Antisemitismus, „was inakzeptabel ist im Land der Täter des Holocaust”. Der Extremismus von Rechts führe auch nicht weiter. Das Wort „Remigration” sei widerwärtig, so eine Politik „wollen wir nicht”, sagte Deffner, und auch keine zur Schau getragene Nähe zu Russland. Die Aufgabe der Demokraten sei es, sich gegen den Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine zu stellen.

Kräfte wollen eine Spaltung vorantreiben

Die Vorsitzende des Ansbacher Integrationsbeirates, Villy Wiegel, sagte, dass das Motto der bundesweit veranstalteten Interkulturellen Wochen „Dafür!” sei. Es gebe Kräfte, die eine Spaltung der Gesellschaft vorantreiben wollen. Debatten würden nicht miteinander, sondern gegeneinander geführt.

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Die Interkulturellen Wochen rufen dazu auf, so Wiegel, Haltung zu zeigen und sich aktiv für eine offene Demokratie stark zu machen und einen Gegenpol zu Ausgrenzung und Spaltung zu bilden. Das Motto „Dafür!” setze ein starkes Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch der zweite Vorsitzende des Integrationsbeirates, Mouad Bouzid, sprach sich für eine Gesellschaft ohne Rassismus aus, wofür die Interkulturellen Wochen ein Zeichen setzen sollen.

Kreativer Beitrag bei der Eröffnungsfeier

Die Schauspielerin Claudia Kucharski bereicherte die Eröffnungsfeier mit einem kreativen Beitrag, in dem sie auf die Zuwanderung nach Deutschland einging. Sie erinnerte an die ersten Gastarbeiter in der Republik. Am Ende ginge es bei allen Unterschieden darum, dass alle Menschen lieben und geliebt werden wollen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsveranstaltung von Malin und Hannah Lichtinger.

Die nächste Veranstaltung in den Interkulturellen Wochen ist eine Filmvorführung am Freitag, 25. September, um 10.45 Uhr in der Berufsschule in der Brauhausstraße. Es wird der Dokumentarfilm „Wir sind jetzt hier” über das Ankommen Geflüchteter in Deutschland gezeigt und es gibt im Anschluss eine Diskussion mit dem Regisseur Niklas von Wurmb-Seibel. Im Rahmen der Grünen Nacht am Samstag, 26. September, ist ab 19 Uhr im Kunsthaus Reitbahn 3 ein „Abend voller Begegnungen und Inspiration” geplant.

Weitere Informationen zum Programm und die Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungen sind im Internet unter www.ansbach.de/interkulturelle-woche zu finden.

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