Ein Konzept mit neuer Beschilderung und der Verbindung von zehn Rundwegen zu einem Netz hat Markus Tröger in Schnelldorfs Gemeinderat (Landkreis Ansbach) vorgestellt. Der ehrenamtliche Mitarbeiter vom Naturpark Frankenhöhe hat es zusammen mit den im Rathaus Verantwortlichen erarbeitet.
Wie Tröger sagte, war nicht nur der Erhalt der bestehenden Wanderwege, sondern auch die Anpassung und Modernisierung des Netzes ein Ziel seiner Arbeit. Vor allem im nördlichen Gemeindegebiet seien neue Wege geschaffen und eine Anbindung an die Wege der Nachbargemeinden entstanden. Als weitere Ziele nannte er das Aufstellen von Orientierungstafeln und Ruhebänken ebenso wie das Vorhaben, das gesamte Netz via QR-Code im Internet zugänglich zu machen.
Damit habe man eine bessere Anbindung an den Bahnhof und an das Zentrum von Schnelldorf erreicht. Die Wege seien so konzipiert, dass sie unterschiedliche Schwierigkeitsgrade hätten und damit auch abwechslungsreicher geworden seien. Ob sich die Touren für Familien mit Kleinkindern oder für „Powerwanderer“ eigneten, gehe nun aus dem Informationsmaterial hervor. Er werde auch weiterhin geführte Wanderungen auf einzelnen Routen anbieten.
Tröger hält es eigenen Worten zufolge für wichtig, dass die Gemeinde Schnelldorf ihre Sehenswürdigkeiten besser präsentiert. Dazu regte er an, die Ampfrachquelle mit einer Ruhebank aufzuwerten oder die Allee zwischen Ober- und Unterampfrach wieder vom dort gelagerten Bauschutt zu befreien. Das Internet mache es möglich, interessanten Orten Geschichten oder historisches Bildmaterial zuzuordnen, die die Wanderer an Ort und Stelle abrufen könnten.
Schließlich würdigte Tröger die Unterstützung von Bauhof, Bürgermeister, vom Team im Rathaus und von interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Für die regelmäßige Betreuung der Wanderwege suche er noch ehrenamtliche Mitarbeitende. Der Aufwand sei gering. Wer etwa zweimal im Jahr Wege begehe, könne das Rathaus zeitnah über Schäden informieren und Reparaturen veranlassen.
Rathausgeschäftsleiterin Tina Hofmann-Meyer stellte anschließend das Informationsmaterial vor, das sie in Zusammenarbeit mit Praktikantin Tina Burkhardt und einer Schnelldorfer Druckerei erarbeitet hat. Das Bildmaterial sei unter der Mitarbeit von Fotografin Nelli Mayer nach und nach im Gemeindearchiv gesammelt und nun für die Gestaltung des Wanderkonzepts verwendet worden. Jetzt lägen knappe Beschreibungen der Wanderrouten in Form eines Schubers samt Kartenmaterial vor. Für genauere Karten sei derweil via QR-Codes die Verbindung ins Internet möglich. So lasse sich unterwegs auch der eigene Standort auf der Route ermitteln.
Fragebögen zu drei Erlebnistouren gebe es für die Schnelldorfer Kindergärten und die Grundschule. Die richtigen Lösungen würden mit Klebepunkten, welche die Kinder dann in einer Stickerkarte sammeln, belohnt. Der gesamte Schuber mit sämtlichen Informationen und Anregungen stehe demnächst allen Interessierten im Bürgerbüro kostenlos zur Verfügung, so Hofmann-Meyer.
Bürgermeister Tobias Strauß lobte das Projekt als „ganz tolle Sache“. Er hoffe, dass damit auch Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde angeregt werden, ihre Heimat näher kennenzulernen. Ebenso dankte zweiter Bürgermeister Eberhard Held im Namen des Gemeinderats für die geleistete Arbeit.