Wander-Tipp: Der Bullenheimer Berg belohnt mit Panorama | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.05.2023 13:52

Wander-Tipp: Der Bullenheimer Berg belohnt mit Panorama

Die Wanderung führt auf den von Weinbergen bedeckten Bullenheimer Berg. (Foto: Constantin Prosch)
Die Wanderung führt auf den von Weinbergen bedeckten Bullenheimer Berg. (Foto: Constantin Prosch)
Die Wanderung führt auf den von Weinbergen bedeckten Bullenheimer Berg. (Foto: Constantin Prosch)

Schon nach rund einer halben Stunde Gehzeit hat man bei dieser Wanderung über den Bullenheimer Berg beste Aussicht. Doch der Weg besticht nicht nur mit seinem Panorama – besonders die Vielfalt aus Weinbergen, Waldwegen und Streuobstwiesen reizt.

Wer gerne möglichst allein wandern geht, der wird bei dieser Tour auf seine Kosten kommen. Je früher am Tag man dabei nach Bullenheim kommt, umso verlassener wirkt das kleine Kirchdorf, das am Wochenende auch mit den Öffentlichen erreichbar ist – der „Bocksbeutelexpress“, die Buslinie 109 des VGN, verbindet Bullenheim zwischen Mai und Oktober drei- bis viermal am Tag mit Iphofen und Uffenheim.

Weinberg-Wanderung startet in Bullenheim

Den über 1200 Jahre alten Ort verlässt die Route in Richtung Osten auf den Bullenheimer Berg zu. Über einen Betonplatten-Fahrweg erreicht man rasch die Weinfelder, in die man bei der ersten Gelegenheit rechts einbiegt. Eine Alternative zum harten Fahrweg bietet sich am Weinberg leider nicht, der tolle Rundumblick auf Weinreben entschädigt dafür zumindest ein wenig.

Bei der nächsten Gelegenheit zweigt die Strecke nach links ab und führt steil den Berg hinauf, bis sie auf Höhe zweier Rastbänke den Waldrand erreicht. Hier gelangt man auf den Weinparadiesweg, der in rund 19 Kilometern Weigenheim mit Nenzenheim verbindet. Oberhalb der Weinfelder folgt man nun einem flachen Abschnitt, der Gelegenheit bietet, das tolle Panorama zu genießen. Schon nach einer halben Stunde Gehzeit bietet sich ein exzellenter Ausblick auf den Winzerort Bullenheim.

Fakten zum Weg

Was muss ich zur Wanderung wissen?

  • Länge: gut acht Kilometer
  • Gehzeit: 2,5 Stunden
  • Start und Ziel des Rundwegs: Ortskern von Bullenheim, Gemeinde Ippesheim
  • Höhenmeter: über 200
  • Begehbarkeit: anspruchsvoll, aufgrund teils starker Steigungen und Gefälle auf unbefestigten Wegen unbedingt festes Schuhwerk erforderlich
  • Besonderheiten: sehenswerte Panoramen vom Weinberg aus, Aussichtsturm im Wald
  • Geeignet für: Wanderer mit guter Kondition, für Kinderwagen nicht geeignet

Datenstand: 2022

Den Weinparadiesweg verlässt die Strecke dann über ein unscheinbares Treppchen, das nach rechts in den Wald hineinführt. Über einen steilen, unbefestigten Pfad gelangt man zur Ruine der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kunigundenkapelle. Diese wurde der Legende nach von Kaiserin Kunigunde gestiftet, nachdem sich jene im Wald verlaufen und nur aufgrund der Kirchenglocken von Bullenheim wieder herausgefunden haben soll. Nach der Kaiserin wurde der Wald, in dem die im 15. Jahrhundert erbaute Kapelle liegt, Kunigundenwald benannt.

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Nur wenige hundert Meter tiefer in den Wald hinein erreicht die Wanderung ihren höchsten Punkt und einen Aussichtsturm. Dieser bietet zwischen Ostern und Oktober an Sonntagen von 13 bis 17 Uhr einen Rundumblick auf die mittelfränkischen Weinberge und bis zum Main.

Richtung Nenzenheim verläuft der Kelten-Erlebnisweg

Der Weg führt nun durch lichten Mischwald in Richtung Nenzenheim – diese Passage deckt sich mit den überregional bekannten Wanderrouten Steigerwald-Panoramaweg und Kelten-Erlebnisweg. Kurz nach einer Lichtung, an der mehrere Bienenstöcke aufgebahrt sind, verlässt die Route den Wald und kurz darauf die genannten Wanderwege, um nach links in die Weinberge abzuzweigen. Gleich darauf geht es eine Wiese bergab, über die man wieder einen befestigten Pfad erreicht. Zur richtigen Jahreszeit lohnt hier ein Blick ins Gebüsch, wo neben Schlehen auch Zwetschgen oder Walnüsse gedeihen.

Die Strecke mündet nun wieder in den Weinparadiesweg, der oberhalb der Weinfelder an einer Wanderhütte und einer Aussichtskanzel vorbei zur Weinparadiesscheune führt. Das fränkische Gasthaus bietet die einzige Möglichkeit, unterwegs einzukehren, aufgrund des regen Betriebs sollte dort bei Bedarf vorher angerufen werden.

Wenige hundert Meter weiter steht eine Informationsstele zum Ort Bullenheim, hinter der hangabwärts eine schmale Winzertreppe abzweigt. Diese führt bis ins Tal und auf den gleichen Fahrweg wie anfangs, über den man zurück in den Ort gelangt. Hier ist neben der Einkehr in eine der zahlreichen Heckenwirtschaften auch die Besichtigung der für die Gegend üblichen Kirchenburg möglich.


Von Constantin Prosch
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