Eine Stadt mit einer langen Geschichte wirft für Touristen und Tagesgäste, aber auch für Einheimische viele Fragen auf. Beantworten lassen sie sich in Ansbach zum Beispiel in einer Stadtführung. Diese Touren enthalten mehr als Jahreszahlen. Sie berühren teilweise auch den Geschmackssinn oder wenden sich Verbrechen zu.
Zwischen Januar und Juli zählte die Stadt 209 Stadtführungen. Dies berichtet Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister auf Anfrage. Ein Jahr vorher seien es in diesem Zeitraum 225 gewesen, im ganzen Jahr 2023 dann 411. Die 209 Touren im bisherigen Jahr 2024 teilten sich in 175 private und 34 öffentliche Führungen auf. Derzeit sind nach Anne Zieglers Worten sechs Stadtführer engagiert.
Neben der allgemeinen Tour „Ansbach zum Kennenlernen“ finden sich einige Themenführungen im Angebot: wie „Auf Kaspar Hausers Spuren“, „Mit dem Nachtwächter unterwegs“, die „Ansbacher Bratwurstführung“ und „Mord(s)geschichten“ mit Kriminalfällen.
Speziell an Mädchen und Jungen wenden sich die Kinderstadtführung „Die Lieblingsplätze der Markgräfin Friederike Luise“ und die Tour „Reise zu den Sternen – Kindererlebnisführung“ anlässlich des Simon-Marius-Jahrs. Der Todestag des Mathematikers, Arztes und Astronomen jährt sich zum 400. Mal.
Letztere ist laut den Angaben der Stadtvertreterin eine neue Themenführung – genau wie die „Mord(s)geschichten“. Gibt es weitere Ideen? „Wir sind stetig dabei, unser Führungsangebot weiterzuentwickeln“, kündigt Anne Ziegler an.
Öffentliche Stadtführungen finden sonntags um 11 Uhr statt. Treffpunkt ist das Anscavallo (Schlossplatz). Teilnehmer können das Angebot vor Ort in Anspruch nehmen, wie sie erläutert.
Öffentliche Touren lassen sich direkt bei den Stadtführern und digital im Internet auf tourismus-ansbach.de („Erlebnisse online buchen – Stadtführungen und weitere Angebote“) buchen. Private kann man in der Tourist-Info anfragen und buchen (Telefon 0981/51243).