Vier Tage voller kulinarischer Genüsse, traditionellem Einkaufsflair und einem abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt: „Die Ansbacher Mess’ – Food & Feines“ soll viele Besucher vom 1. bis zum 4. Mai in die Innenstadt locken.
Es ist tatsächlich ein buntes Sammelsurium an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die da komprimiert auf vier Tage im Herzen Ansbachs geboten werden. Ausgangspunkt des Festes in seiner jetzigen Form ist die Ansbacher Mess’, die sich im Laufe der Jahre allerdings immer weniger als Publikumsmagnet erwiesen hatte und deshalb nun nur noch in das Festpaket integriert ist.
Sollten sich noch regionale Händler und Fieranten finden, die ihre Waren in Ansbach in dem Zeitraum feilbieten möchten, wären sie gerne gesehen, teilt die Stadt mit. Die Hauptrolle im Programm aber nimmt inzwischen die moderne Form von Essen auf Rädern ein – das Foodtruckfestival in der Reitbahn, das sein Angebot von bislang zwei auf vier Tage aufgestockt hat.
Dabei werden Leckereien aus aller Herren Länder angeboten, und kein Angebot soll doppelt vertreten sein. 22 verschiedene Trucks sind diesmal zu Gast, neben bekannten Größen wie „Mama Afrika“ und dem „Philly Cheese King“ werden auch sechs Gastronomen ihre Premiere in Ansbach feiern. Erstmals mit dabei ist ein mit dem Konterfei Graf Draculas bemalter Truck mit rumänischen Spezialitäten. Neu ist auch ein Wagen aus Übersee, der einen Live-Grill im Smoker anpreist. An den vier Tagen startet der von süß bis deftig angesiedelte Essensverkauf um 11 Uhr.
Die im Vorfeld viel diskutierte Frage des dabei verwendeten Geschirrs ist inzwischen geklärt: „Es wird kompostierbares Geschirr und Mehrweggeschirr verwendet werden“, erklärte Organisator Philip Maurer und versprach, damit auch den Regularien der Stadt zu genügen: „Das wird dann auch fachgerecht entsorgt.“
Nur ein paar Meter von der Reitbahn entfernt lädt ein weinlastiger Biergarten am Johann-Sebastian-Bach-Platz „zum Verweilen ein“, wie die Stadt in einer Ankündigung mitteilte. Zahlreiche Winzer aus Franken bieten dort ihre erlesenen Tropfen an. Bestuhlt wird das Areal vor St. Gumbertus mit 120 Biertischgarnituren, auf denen bis zu tausend Besuchern Platz finden sollen.
Neben dem Erwachsenenprogramm ist aber auch an Familien mit Kindern gedacht worden. Die Attraktion schlechthin an den vier Tagen könnte für die Kleinsten ein acht Meter großes Bungee-Trampolin werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, flauschige Alpakas zu streicheln. Das beliebte Kinderschminken findet sich ebenfalls im Angebot, obendrein werden am Schlusstag fünf Vorstellungen des Puppen-Theaters am Johann-Sebastian-Bach-Platz zu sehen sein.
Zum Finale der vier tollen Tage, die die Freiluftsaison der Feierlichkeiten eröffnen, wird – im übertragenen Sinn – nochmals Gas gegeben. Oldtimerfreunde aus der ganzen Region stellen ihre motorisierten Liebhaberstücke ab 10 Uhr am Martin-Luther-Platz aus. Erwartet werden dabei etwa 200 historische Fahrzeuge, unter ihnen auch etliche betagte Zweiräder.
„Man kann ja nicht immer nur auf alte Autos schauen“, meinte Oberbürgermeister Thomas Deffner augenzwinkernd. Tatsächlich dürfen die Einzelhändler am Schlusstag der Festivitäten auf rege Umsätze hoffen. Nachdem das Stirnrunzeln bei einigen Ladenbetreibern der Innenstadt schon wieder groß war, weil auf den ersten Hinweistafeln der Zusatz „Verkaufsoffener Sonntag“ gefehlt hatte, besserte die Stadt geschwind nach. Inzwischen ist dieser Hinweis auf jedem Plakat vermerkt.