Vier Konzerte: Was die Stadt Ansbach 2026 in Sachen Jazz vorhat | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.05.2026 15:00

Vier Konzerte: Was die Stadt Ansbach 2026 in Sachen Jazz vorhat

Stellten das Ansbacher Jazzprogramm für 2026 vor: Martin Querndt, Viktoria Giralt, Stephan Goldhahn (vorn, von links), Christoph Hähnlein, Jörg Schmidt, Daniel Sommer, Nadja Wilhelm und Wolfgang Bartusch (von links). (Foto: Thomas Wirth)
Stellten das Ansbacher Jazzprogramm für 2026 vor: Martin Querndt, Viktoria Giralt, Stephan Goldhahn (vorn, von links), Christoph Hähnlein, Jörg Schmidt, Daniel Sommer, Nadja Wilhelm und Wolfgang Bartusch (von links). (Foto: Thomas Wirth)
Stellten das Ansbacher Jazzprogramm für 2026 vor: Martin Querndt, Viktoria Giralt, Stephan Goldhahn (vorn, von links), Christoph Hähnlein, Jörg Schmidt, Daniel Sommer, Nadja Wilhelm und Wolfgang Bartusch (von links). (Foto: Thomas Wirth)

Vier Jazzkonzerte will die Stadt Ansbach in diesem Jahr mit Veranstaltungspartnern anbieten. Gemeinsam mit ihnen stellte sie Nadja Wilhelm, Referatsleiterin für Kultur und Tourismus der Stadt Ansbach, bei einem Pressetermin vor.

Nach dem erfolgreichen Wanderfestival „Jazzarise”, das der Bayerische Musikrat im vergangenen Oktober nach Ansbach gebracht hat, will Nadja Wilhelm den Impuls aufnehmen und weitertragen. Jazz sei oft als Nische verkannt, so Wilhelm, aber es gebe so viele verschiedene Richtungen. Dem trägt die Jazzinitiative der Stadt Rechnung. Wilhelm hat eine offene Gesprächsrunde initiiert, in der sich Jazzinteressierte austauschen und Ideen für Jazz-Angebote entwickeln. Vier sind es dieses Jahr, drei stehen für 2027 auch bereits fest.

Erinnerung an Jazzhouse-Moderator Walter Henne

Los geht es gleich an diesem Freitag, 15. Mai, 20 Uhr, in den Ansbacher Kammerspielen. Die Abbey Road Big Band hat sich, wie es seit Jahren ihr Konzept ist, eine fränkische Partnerband eingeladen. Dieses Mal ist es die Bamberger Keep Swinging Big Band. Die habe sich den Ballroom-Hits der 1930er und 1940er verschrieben, so Jörg Schmidt, und auch die Abbey Road Big Band, so ihr Sprecher weiter, werde sich dem Swing widmen. Ein besonderes Anliegen dabei: „Wir wollen noch einmal Walter Henne gedenken”. Walter Henne ist Anfang des Jahres verstorben. Er prägte über 50 Jahre die Traditionsreihe „Jazztime Ansbach” und moderierte bei Radio 8 die Sendung „Jazzhouse”.

Zum Altstadtfest öffnet Daniel Sommer abends an zwei Tagen die Terrasse des Anwesens Reitbahn 1 für entspannten Jazz. „Jazzterrazz” nennt er das Angebot (3. und 5. Juni, jeweils 20 Uhr). Daniel Sommer ist auch der Gastgeber für die Gesprächsrunden der Jazzinteressierten.

Stephan Goldhahn, Musiklehrer am Platen-Gymnasium und Leiter der Platen Bigband, hat den Kontakt zum Bayerischen Musikrat hergestellt und freut sich, dass der auch nach dem Jazzarise-Festival in Ansbach Konzerte unterstützt. Bei der nächsten „Jazztime”, ein Open Air im Museumshof, ist das der Fall. Dort tritt die Saxophonistin, Sängerin und Komponistin Stephanie Lottermoser mit ihrer Band auf. Die Wahl-Hamburgerin mit oberbayerischen Wurzeln ist eine der renommiertesten Musikerin der deutschen Jazzszene (8. August, 20 Uhr).

Niederschwelliges Angebot

Und weil der Jazz-Kneipenabend beim Jazzarise sehr gut ankam, soll es das niederschwellige Format wieder geben, das Jazz bei freiem Eintritt in mehrere Gaststätten bringt (24. Oktober). Die Stadt Ansbach, so Nadja Wilhelm, werde den Kneipenabend finanziell stützen. Ihre Mitarbeiterin Viktoria Giralt ergänzt: „Nächstes Jahr werden die Kneipen einen Anteil an dem Engagement der Bands übernehmen müssen, um auch zu sehen: Haben sie ureigenstes Interesse daran, diese Richtung mitzutragen?.”

Für 2027 stehen bereits drei Termine fest: ein Konzert der Platen Bigband zusammen mit dem Landesjugendorchester Bayern (5. März), eine Jazztime mit der No Nonsense Band (20. März) und der Jazz-Kneipenabend (23. Oktober).


Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
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