Die US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt rund 470 Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max auf Risse rund um Türen prüfen. Ein Boeing-Sprecher sagte dem „Wall Street Journal“, das Problem sei in den vergangenen Jahren beim Vorläufer 737 Next Generation aufgetreten. Bei der Max-Flotte seien die Risse zwar bisher nicht beobachtet worden - aber da Konstruktion und Produktionsverfahren bei ihnen in diesem Bereich ähnlich seien, habe man die Inspektionen auf sie ausgeweitet.
Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA hat die Maßnahme nach technischer Prüfung in ihr Regulierungssystem übernommen, wie ein Sprecher auf Anfrage in Köln erklärte. Die entsprechenden Flugzeuge hätten aber auch schon auf der Grundlage der FAA-Anweisung überprüft werden müssen, stellte die Behörde fest.
Die FAA machte die Überprüfung einiger Flugzeuge der Max-Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200 auf Risse an einer Ecke der vorderen Tür verpflichtend. Die Anordnung tritt am 10. September in Kraft. Risse könnten die strukturelle Integrität der Maschinen beeinträchtigen, hieß es darin. Boeing hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Qualitätsproblemen zu kämpfen, zuletzt jedoch deutliche Fortschritte erzielt.
© dpa-infocom, dpa:260807-930-496364/3