Ungewöhnlicher Glasfaser-Fauxpas in Uffenheim | FLZ.de

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Ungewöhnlicher Glasfaser-Fauxpas in Uffenheim

Eine rund sechs Tonnen schwere Walze (links im Bild) zog mit einem Seil am Baum. So soll getestet werden, ob das Exemplar noch standfest und somit verkehrssicher ist. (Foto: Jürgen Hofmann)
Eine rund sechs Tonnen schwere Walze (links im Bild) zog mit einem Seil am Baum. So soll getestet werden, ob das Exemplar noch standfest und somit verkehrssicher ist. (Foto: Jürgen Hofmann)
Eine rund sechs Tonnen schwere Walze (links im Bild) zog mit einem Seil am Baum. So soll getestet werden, ob das Exemplar noch standfest und somit verkehrssicher ist. (Foto: Jürgen Hofmann)

Vollsperrung heißt es derzeit auf der Staatsstraße zwischen Uffenheim und Brackenlohr. „Die Arbeiten sind in vollem Gange“, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Lampe in der Stadtratssitzung. Auch der Radweg nach Brackenlohr wird in diesem Zuge gebaut. Aber: „Hier und da kommt etwas Neues zum Vorschein“, drückte es Lampe aus.

Steine und Mauern wurden mittlerweile beim Baggern entdeckt – „das ist alles abgehakt“, erläuterte Lampe. Ein anderer Fund hatte allerdings größere Auswirkungen: Die Telekom hatte einst einen Glasfaser-Strang in drei Baumwurzeln geschossen – wann und wie dieser Fauxpas geschehen war, blieb in der Sitzung unklar. Nun stellte sich aber die Frage: Hat das Auswirkungen auf deren Standfestigkeit?

Mehrere Zuglasten am Baum

Nach Längerem Hin und Her in den Behörden stellte sich heraus: Ein Baumzugversuch wäre eine Möglichkeit, um zu testen, ob die Bäume weiterhin guten Gewissens neben der Straße stehen können, ohne Gefahr für Leib und Leben. Kostenpunkt: 2000 Euro pro Baum.

Dabei wurde ein Seil am Baum befestigt, erklärte Stadtbaumeister Jürgen Hofmann das Vorgehen. Als Gegengewicht diente eine rund sechs Tonnen schwere Walze – und so wurde der Baum mit verschiedenen Zuglasten gezogen. Mehrere Geräte am Stamm zeigten die Bewegungen des Gewächses an – im Tausendstel-Millimeter-Bereich, so Hofmann. „Jeder Baum wird in zwei Richtungen gezogen.“ Insgesamt dauert das Prozedere pro Exemplar mehrere Stunden, hieß es in der Ratssitzung.

Lampe machte deutlich, dass das Staatliche Bauamt Ansbach auf diese Maßnahme bestanden habe. Entsprechend hatte er aber auch eine gute Nachricht parat: Die Ansbacher Behörde übernimmt die rund 6000 Euro Kosten für die drei Exemplare, die getestet werden sollten.

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Es bleibt bislang eine offene Frage

„Und haben die Bäume bestanden?“, hallte die Frage durch den Raum. Die Ergebnisse lagen zur Sitzung aber noch nicht vor, antwortete der Stadtbaumeister.

Stadtrat Wolfgang Barz (SPD) hatte indes noch einen ironischen Tipp für solche Baumzugversuche in der Zukunft parat: Vielleicht wäre es sinnvoll, mutmaßte Barz, künftig keine Walze als Zugpferd für das Seil zu verwenden, sondern einen Amtsschimmel. Generell blieben Gelächter und Spott seitens der Räte angesichts dieser Nachrichten nicht gänzlich aus.

Wolfgang Lampe sah es indes gelassen: Die Chancen stehen sehr gut, dass die vermeintlich unendliche Geschichte vom Brackenlohrer Radweg nun doch noch ein versöhnliches Ende nimmt. Der Telekom’sche Glasfaser-Fauxpas und die jetzt nötigen, durchaus nicht alltäglichen Versuche seien da nur eine weitere Anekdote in dieser langen Geschichte.

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