Unfall auf Gleis bei Adelsdorf: Zusammenstoß zwischen Zenngrundbahn und Auto | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.09.2025 17:22, aktualisiert am 28.09.2025 10:31

Unfall auf Gleis bei Adelsdorf: Zusammenstoß zwischen Zenngrundbahn und Auto

Die Bergungsarbeiten an den Gleisen dauerten bis in den Abend hinein. (Foto: Rainer Weiskirchen)
Die Bergungsarbeiten an den Gleisen dauerten bis in den Abend hinein. (Foto: Rainer Weiskirchen)
Die Bergungsarbeiten an den Gleisen dauerten bis in den Abend hinein. (Foto: Rainer Weiskirchen)

Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Freitag auf dem Gleis der Zenngrundbahn bei Adelsdorf zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kleintransporter und einem Zug. Der 43-jährige Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt und spektakulär aus der Luft gerettet.

Gegen 16.30 Uhr hatte ein Zug den Bahnhof im Neuhöfer Ortsteil (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) verlassen. Ein 43-Jähriger wollte nur wenige Meter davon entfernt mit seinem VW-Transporter von einem Waldstück auf die Staatsstraße fahren und musste hierfür die Bahnlinie überqueren. Hierbei übersah er den Zug, der frontal in die Beifahrerseite krachte, berichtet die Polizei.

Der Wagen wurde noch zirka 50 Meter vom Zug mitgeschleift, bevor beide zum Stehen kamen. Der Fahrer war nicht eingeklemmt, wurde aber trotzdem schwerstverletzt. Glücklicherweise hatte der Zug die volle Geschwindigkeit noch nicht erreicht.

Hubschrauber rettete Verletzten

Die Feuerwehren aus Neuhof und Wilhermsdorf (Landkreis Fürth) wurden alarmiert, die Emskirchener Helferinnen und Helfer konnten ihre Anfahrt abbrechen. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen im Einsatz, ein Notarzt wurde mit dem Hubschrauber eingeflogen. Der Helikopter wurde dann, wie Timo Wilden vom Rettungsdienst vor Ort erläuterte, für eine spektakuläre Rettungsaktion genutzt.

Der Verletzte wurde demnach von einem Spezialisten, der mit einer Rettungswinde am Hubschrauber hängt und sich abseilt, geborgen. Er wurde anschließend vom Rettungshubschrauber mit „schwerwiegenden Verletzungen”, wie es im Polizeibericht heißt, in eine Fachklinik geflogen. Er sei zwischenzeitlich aber außer Lebensgefahr. Die Zuginsassen blieben allesamt unverletzt.

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Am VW-Transporter entstand Totalschaden, die Zenngrundbahn wurde ebenfalls deutlich beschädigt, die Polizei schätzt den Schaden auf einen fünfstelligen Betrag. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die eingleisige Bahnstrecke war für längere Zeit gesperrt. Die Behinderungen auf der Strecke der Zenngrundbahn dauerten bis in den Abend hinein. Wie die Bahn in einer Fahrgastinformation mitteilte, wurde während der Unfallaufnahme und Bergung ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Bahnhöfen Markt Erlbach und Siegelsdorf eingerichtet.

Um 21.50 Uhr meldete die Deutsche Bahn dann, dass die Bergungs- und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle beendet sind. „Die Streckensperrung wurde aufgehoben und der Zugverkehr wird wieder aufgenommen. Es kommt noch zu einzelnen Ausfällen. Der Ersatzverkehr bleibt parallel bestehen.”


Von RAINER WEISKIRCHEN
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