„Tolle Kandidaten mit viel Potenzial”, davon war Thomas Heidecker, der vorsitzende der Wählergruppierung Unabhängige Bürgerschaft Feuchtwangen (UBF) schon vor der Nominierung überzeugt. Am Montagabend schickte die UBF, die mit vier Sitzen drittstärkste Fraktion im Stadtrat ist, ihre Kandidierenden in den Kommunalwahlkampf.
Das Ziel der Gruppierung wurde am Ende der Nominierungsversammlung so selbstbewusst wie klar formuliert: Eine Verdoppelung der Sitze wäre wünschenswert. Freude herrschte auch darüber, dass es gelungen war, 24 Bewerberinnen und Bewerber zu finden, die sich dem demokratischen Wettbewerb um die 24 Sitze im Feuchtwanger Stadtrat stellen wollen.
In seiner knappen Einführung nannte Heidecker als kommunalpolitische Ziele der UBF die Belebung der Altstadt, die Weiterentwicklung der Stadt und ihrer vielen ländlichen Ortsteile und selbstredend auch die Sicherung und den Ausbau des Wirtschaftsstandorts. Die Stärkung des Ehrenamts ist der Gruppierung ebenso ein Anliegen wie die Verbesserung der Angebote für junge Menschen oder der Parkplatzsituation in der Stadt. Weitere Punkte sind der Tourismus in Feuchtwangen und eine zentrale Schullandschaft.
Anschließend stellten sich die Kandidierenden einzeln vor und streiften kurz ihre Motivation, in den Stadtrat einziehen zu wollen.
Weitermachen wollen als Mitglieder des Kommunalparlaments die amtierenden Stadträte Thomas Heidecker, Walter Soldner und Werner Hirsch. Nicht mehr antreten wird allerdings das vierte Fraktionsmitglied, Maximilian von Jacobs, der gesundheitliche Gründe für seinen Verzicht nannte.
Unter den anderen Kandidierenden sind viele Namen, die sich erstmals dem politischen Wettbewerb stellen. Die Jüngeren wollen Themen setzen, die für ihre Generation von Bedeutung sind. Andere wiederum nennen Wirtschaft und Gewerbe als ihre Schwerpunkte. Und alle gemeinsam haben den Willen, etwas voranbringen und gestalten zu wollen. „In Feuchtwangen ruht's, da muss sich wieder etwas bewegen”, fasste der Kandidat Tino Beckler das bei seiner Vorstellung zusammen.
Bei einer Frage hielt sich die UBF aber bedeckt: Wen unterstützt die Gruppierung im Bürgermeisterwahlkampf? Auch auf die Nachfrage der FLZ, ob möglicherweise sogar ein eigener Kandidat nominiert werden soll, wollte sich Thomas Heidecker vorerst nicht äußern.
Die Nominierung erfolgte in Blockabstimmung. Alle 18 Wahlberechtigten stimmten für die Kandidierenden in der folgenden Reihenfolge: Auf Platz eins steht Thomas Heidecker, auf Platz zwei der UBF-Fraktionssprecher Walter Soldner. Platz drei hat Werner Hirsch. Es folgen Daniel Gögelein, Fabian Pröger, Pierre Hammer, Volker Staffend, Bernd Wüstner, Georgi Delibamidis, Lukas Dauberschmidt, Benjamin Heuchel, Tino Beckler, Ulrich Kocher, Marcel Schneider, Iris Müller – sie war an der Teilnahme verhindert – Karsten Böhm, Frank Petereit, Thorsten Schübel, Stephan Nowodomski, Michael Bach, Martin Endreß, Felix Halter, Simon Knauer und Alexander Balk.