Dem Ansbacher Kreistag steht ein personeller Umbruch bevor. 27 der 70 bisherigen Kreisrätinnen und Kreisräte wurden bei einer Sitzung im evangelischen Bildungszentrum auf dem Hesselberg verabschiedet. Außerdem gab es eine Reihe von Ehrungen.
Verdienstmedaillen und Landkreisnadeln wurden an Kreisrätinnen und Kreisräte verliehen, die sich um den Landkreis auf politischem, kulturellem, sportlichem oder wirtschaftlichem Gebiet Verdienste erworben haben. In Gold gab es die Medaille für mindestens 24-jährige Tätigkeit im Kreistag, in Silber für 18 Jahre und die Landkreisnadel wurde für zwölf Jahre im Kreistag verliehen.
Mit der Landkreismedaille in Silber wurde darüber hinaus Kurt Gerhäußer geehrt, der frühere Leiter der Sozialhilfeverwaltung des Landkreises. In dieser Funktion war er federführend mit der Bewältigung der Asylkrisen in den Jahren 2014 bis 2016 sowie 2022 bis 2024 betraut: „Diese gewaltige Herausforderung hat er beide Male mit herausragendem Engagement und immensem persönlichen Einsatz wahrgenommen”, meinte Landrat Dr. Jürgen Ludwig.
Die Ehrungen und Verabschiedungen nahm Ludwig zum Anlass, auf die zu Ende gehende Wahlperiode zurückzublicken. Sie habe mit einer großen Bewährungsprobe begonnen, nämlich der Corona-Pandemie. Dann seien mit dem Ukrainekrieg, den Flüchtlingsbewegungen, der Energie- und Gasmangellage bis hin zur Wirtschafts- und Finanzkrise weitere Krisen in Wellen gekommen. „Und doch: Wir haben den Landkreis für Bürger und Betriebe am Laufen gehalten”, erklärte der Landrat.
Der Haushalt sei von 227 auf 339 Millionen Euro pro Jahr gewachsen. Über 104 Millionen Euro seien seit 2020 in Schulen, Straßen, Liegenschaften und Digitalisierung geflossen. Der Hebesatz der Kreisumlage liege unter dem mittelfränkischen Durchschnitt und der Landkreis Ansbach behalte seine freiwilligen Leistungen unter anderem in den Bereichen Jugendarbeit, Kultur und Pflege bei.
Das Handeln des Kreistags sei von Investitionen und Sparsamkeit, der Gestaltung der Zukunft und der Bewahrung der Heimat sowie der Sicherung der Gesundheitsversorgung und der Handlungsfähigkeit im Katastrophenfall geprägt gewesen. Bei den Investitionen stellte Ludwig den Neubau des BSZ Triesdorf, der Integrierten Leitstelle und der Realschule Heilsbronn heraus. Der Landrat dankte allen Kreisrätinnen und Kreisräten, die sich „in ihrer Freizeit engagiert und verantwortungsvoll eingebracht haben”. Er lobte die Sachorientierung und die kollegiale Atmosphäre im Gremium. „Wir können stolz auf das Erreichte sein!”, bilanzierte er.
Verabschiedet wurden:
Michael Beuckert
Karin Brenner
Lutz Egerer
Susanne Friedrich
Holger Göttler
Wolfgang Hauf
Kurt Held
Heinz Henninger
Friedrich Herz
Philipp Hörber
Stefan Klein
Klaus Miosga
Gabriele Müllender
Stefanie Nejedlo
Uwe Reißmann
Günter Renner
Dr. Wolfgang Scheurer
Peter Schlegel
Klaus Schülein
Wolfgang Seidel
Dr. Herbert Sirois
Michael Sommer
Edith Stumpf
Stefan Ultsch
Doris Unger
Anna-Maria Wöhl
Friedrich Zinnecker
Die Verdienstmedaille in Gold erhielten:
Susanne Friedrich
Jan Helmer
Stefan Maul
Anna-Maria Wöhl
Folgende Kreisrätinnen und Kreisräte bekamen die Verdienstmedaille in Silber:
Alfons Brandl
Martin Günther
Carola Günthner-Hoppe
Dr. Christoph Hammer
Gerhard Korn
Herbert Lindörfer
Birgit Meyer
Gabriele Müllender
Hans Popp
Christine Reitelshöfer
Edith Stumpf
Martin Stümpfig
Friedrich Zinnecker
Die Landkreisnadel ging an:
Lutz Egerer
Rainer Erdel
Wolfgang Hauf
Kurt Held
Hans Henninger
Isabella Hirsch
Klaus Miosga
Dr. Jürgen Pfeiffer
Uwe Reißmann
Patrick Ruh
Gabi Schaaf
Dr. Wolfgang Scheurer
Jürgen Schilling
Johannes Schneider
Dr. Hermann Schröter
Gerhard Siegler
Walter Soldner
Friedrich Steinacker