Uffenheimer Rittertage 2025: Wo Seifenblasen auf kopflose Reiter trafen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.07.2025 09:22

Uffenheimer Rittertage 2025: Wo Seifenblasen auf kopflose Reiter trafen

Zielsicher trifft Lagherta aus dem hohen Norden (Stefanie Dreßlein) auf Fenrir den Torwächter, ohne das Tor zu zerstören. (Foto: Gerhard Krämer)
Zielsicher trifft Lagherta aus dem hohen Norden (Stefanie Dreßlein) auf Fenrir den Torwächter, ohne das Tor zu zerstören. (Foto: Gerhard Krämer)
Zielsicher trifft Lagherta aus dem hohen Norden (Stefanie Dreßlein) auf Fenrir den Torwächter, ohne das Tor zu zerstören. (Foto: Gerhard Krämer)

Das Volk von Uffenheim – und das Volk rund um die Stadt – war aufgerufen, wieder zu den Rittertagen zu eilen. Viele von außerhalb hatten den Ruf vernommen und waren zur Freude von Bürgermeister Wolfgang Lampe gekommen. Die Stimmung war gut.

Ihm gefällt die Veranstaltung, nicht nur wegen des besonderen Flairs. Er hat auch die Außenwirkung im Blick. Die sei enorm. Zudem profitierten auch Geschäfte und Gastronomie von der Veranstaltung.

70 Stände auf den Rittertagen

Auch viele Gruppen, die sich im Lager im Schlosspark niedergelassen haben, gönnen sich durchaus einen Besuch in der Gaststätte. Allerdings wird im Lager auch gebraten und gebrutzelt. Große Stücke Fleisch drehen sich am Spieß, Gemüse und Eintopf werden über dem Lagerfeuer zubereitet.

Dass die Leute im Lager Spaß an diesem Leben haben, sieht man ihnen an. An vielen Orten werden Lieder gesungen. Zwischen den Lagerzelten bieten Stände ihre Waren an. Mit denen auf dem Schlossplatz sind es laut Marktleiter Detlef Seliger um die 70 Stände, die für die Rittertage aufgebaut worden sind.

Dort gibt es eigentlich alles, was die Herzen der Freunde und Freundinnen der mittelalterlichen Kultur begehren. Schmuck, Accessoires, Holzspielzeug, Leder, Felle, Räucherwerk, Schwerter, Äxte, Messer oder Bogen, edle Gewänder oder Rüstungen für große und kleine Ritter.

Livemusik und ein Gaukler

Neben den „Normalgekleideten“ liefen Ritter, Barbaren, Druiden oder Edelfrauen über das Gelände. Die Gruppe Mummenschanz aus Rothenburg ob der Tauber unterhielt mit Livemusik. Der Gaukler Oskar war unterwegs und erfreute unter anderem mit Jonglage und flotten Sprüchen.

Es gab ein Karussell und etliche Mitmachstationen für die Kinder. Auch durften Stoffratten gegen eine mit gespannten Fallen bestückte Wand geworfen werden.

Das Sommerwetter hielt wohl einige Besucher ab, die Aufführungen „Ritter Glückskeks“ und „Der kopflose Reiter“ indes waren gut besucht, zumal es bei den Abendvorstellungen eine sehenswerte Feuershow der Keuperfelser Ritterschaft gab. Bei beiden Stücken fand ein Turnier zwischen Rittern und Barbarinnen statt. Erstmals ritt Julian Götz am Nachmittag ein Turnier. Sein Vater Jens Götz war ebenso dabei. Er hatte sich erst beim Ritterturnier auf Schloss Berlepsch (Hessen) den Sieg geholt.

Für die Stadt ist das Ritterturnier nicht billig, aber „cool”

Bürgermeister Wolfgang Lampe gefällt das Ritter-Spektakel, obwohl es die Stadt einiges kostet. Daran festhalten will Stadtrat Andreas Schober (SPD). Mit „schön, cool“ beschreibt er die Rittertage, die gut angenommen würden und sich etabliert hätten. Sein CSU-Kollege Achim Endreß spricht von „einer tollen Sache für Uffenheim.“ Das Programm sei professionell, obwohl es Laiendarsteller seien. Was ihn auch freut, dass die Rittertage vielfältige Unterstützung bekämen, auch von Firmen.

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