Überraschung für Harry Scheuenstuhl: Der 61-jährige Wilhermsdorfer zieht für die SPD wieder in den Landtag ein, dem er von 2013 bis 2018 schon einmal angehört hatte. „Ich habe nach dem Wahlausgang am Sonntag nicht mehr damit gerechnet, das es klappt“, gibt er offen zu.
So recht fassen kann er es immer noch nicht. Er besuchte am Dienstagnachmittag gerade seine Mutter in der Senioreneinrichtung in Wilhermsdorf, als ihm die ersten zum Erfolg gratulierten. Harry Scheuenstuhl, der für den Stimmkreis 510 (Neustadt/Aisch-Bad Windsheim mit Fürth-Land) als Kandidat ins Rennen gegangen war, sicherte sich sogar einen besseren Platz als er angepeilt hatte.
Gefreut hätte er sich schon, wenn er auf Platz 5 vorgerückt wäre, gestanden hatte er auf Platz 7 der SPD-Liste. Nun wurde es sogar Platz drei. Somit wird er für die Genossen gemeinsam mit Horst Arnold (beide Landkreis Fürth) und Arif Tasdelen (Stadt Nürnberg) den hiesigen Raum im Maximilianeum vertreten. Auf dem Listenplatz hinter Scheuenstuhl landete die Ansbacherin Kathrin Pollack, die den Sprung in den Landtag damit verpasste.
Seine in den vergangenen fünf Jahren geleistete Arbeit habe sich gelohnt, resümierte Harry Scheuenstuhl. Direkt nach der Wahl und dem landes- und landkreisweiten Absturz der SPD hatte sich der Wilhermsdorfer Ex-Bürgermeister noch frustriert über das Abschneiden seiner Partei geäußert, der er seit 1982 angehört. Wenn er nicht den Wiedereinzug in den Landtag geschafft hätte, hätte er sich aus der Politik zurückgezogen und bei den nächsten Wahlen nicht noch einmal kandidiert.
Doch das ist Schnee von gestern. Harry Scheuenstuhl kehrt in den Landtag zurück und wird dies nun erst einmal gebührend feiern.