Typisch für den Sommer: Mit welchem Problem das Tierheim Ansbach derzeit kämpft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.07.2025 17:26

Typisch für den Sommer: Mit welchem Problem das Tierheim Ansbach derzeit kämpft

Die neue Vorsitzende des Tierschutzvereins Ansbach und Umgebung, Eva Lindner, präsentiert sich mit Kater Nero. Die Arbeit „ist gut angelaufen”, stellt sie fest.  (Foto: Oliver Herbst)
Die neue Vorsitzende des Tierschutzvereins Ansbach und Umgebung, Eva Lindner, präsentiert sich mit Kater Nero. Die Arbeit „ist gut angelaufen”, stellt sie fest. (Foto: Oliver Herbst)
Die neue Vorsitzende des Tierschutzvereins Ansbach und Umgebung, Eva Lindner, präsentiert sich mit Kater Nero. Die Arbeit „ist gut angelaufen”, stellt sie fest. (Foto: Oliver Herbst)

Günter Pfisterers Ära im Tierheim hat 28 Jahre gedauert. Ende Mai gab er nun mit 89 Jahren sein Amt als Vorsitzender des Tierschutzvereins Ansbach und Umgebung ab. Eva Lindner (45) folgte dem ehemaligen Stadtrat mit ihrem Vorstandsteam nach. Welchen Aufgaben stellt sich die Einrichtung am Haldenweg derzeit?

Die Arbeit „ist gut angelaufen”, stellt Eva Lindner fest. Seinerzeit nach dem Abitur zum Studium nach Ansbach gekommen, ist die gebürtige Nürnbergerin selbst auch schon seit 23 Jahren im Tierheim aktiv. Mit Günter Pfisterer habe sie in den vergangenen Jahren eng zusammengearbeitet, betont sie. Dabei habe sie einiges an Wissen mitbekommen.

Im Vorstand wirkt die Diplom-Betriebswirtin schon mehrere Jahre, zunächst als Beisitzerin und später als Schatzmeisterin, wie sie erklärt. Wie ist das Tierheim momentan belegt? „Im Kleintierhaus sind wir recht leer”, stellt die neue Vorsitzende fest. Jüngst habe man ein paar Vögel aufgenommen. Im Hundehaus sei die Lage in Ordnung. „Da sind aktuell um die zehn Hunde da.”

Im Katzenhaus dagegen bereite wie jedes Jahr im Sommer Schwierigkeiten, dass eigentlich zu viele Tiere kommen müssten. Stadt und Veterinäramt hätten dem Tierheim erlaubt, dass es mit 80 Katzen belegt sein kann. „In den Sommermonaten deckt das natürlich den Bedarf an Plätzen gerade für Fundtiere oder für Katzenwelpen nicht ab.”

Das Problem der wenigen Kastrationsverordnungen

Problematisch findet sie, „dass es bei uns so gut wie keine Kastrationsverordnungen gibt”. Derzeit dürfe das Tierheim, vom Veterinäramt zugestanden, vorübergehend sogar 85 Katzen beherbergen, um die Hoch-Zeit besser abdecken zu können.

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Zum Glück habe das Domizil noch niemanden abweisen müssen. „Wir haben es jetzt geschafft, entweder Leute, die ihre Tiere abgeben mussten, dazu zu bringen, sie noch ein, zwei Wochen länger zu behalten, bis bei uns wieder Platz wird, oder dann entsprechend Tiere auch wieder zu vermitteln.” Dies funktioniere im Augenblick.

Jetzt müsse man natürlich sehen, was die Sommerferien bringen. Da stagniert es stets ein bisschen, Tiere an Halterinnen und Halter vermitteln zu können, wie Eva Lindner deutlich macht. Die meisten Menschen „kommen dann vermutlich erst nach den Sommerferien wieder, weil viele die Zeit dann doch zum Wegfahren verwenden”.

Alles in allem müsse das Tierheim den Platz vorrangig für Fund- und Abgabetiere freihalten und damit weniger für Pensionstiere, die nur zeitweise kommen, fasst die Vorsitzende des Tierschutzvereins zusammen.

Neubau des Hundehauses als großes Vorhaben

Ein großes Vorhaben ist der Neubau des Hundehauses. Der „beschäftigt uns im Moment”, stellt sie fest. Es gebe den Entwurf für einen Bauplan, den Fachleute aus den verschiedenen Bereichen noch mal mit durchsehen.

Außerdem beziehe man Kollegen mit ein, die selbst im Hundehaus tätig sind. „Dann wird die Planung noch mal ein bisschen angepasst.” Startet die Baustelle in diesem Jahr? „Ich hoffe es, aber ich bin mir natürlich nicht sicher”, erwidert die 45-Jährige.

Für das Wochenende vor dem ersten Advent jedenfalls organisiert der Tierschutzverein wieder seinen traditionellen Weihnachtsbasar. Dieser dient wie immer dazu, für Einnahmen zugunsten der Organisation zu sorgen, wie die Vorsitzende erläutert. „Es ist aber auch ein nettes Zusammenkommen für die Leute, die Tiere von uns haben und erzählen wollen, wie es ihren Tieren geht.”

Gassigängerinnen und -gänger sind willkommen

Tiere vermittelt das Heim immer mittwochs und samstags jeweils von 15 bis 17 Uhr. „Bei Bedarf wird dann hintendran noch ein Termin gehängt”, legt Eva Lindner dar. Wer sich für ein Haustier interessiert, soll sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich anmelden.

Auch für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Gassigängerinnen und -gänger sowie für Menschen, die gerne Katzen streicheln, ist der Verein dankbar. Sie können sich gleichermaßen über die üblichen Kommunikationswege melden.

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