Die Mitglieder der Feuerwehr Müncherlbach wollen wieder zu Kelle und Hammer greifen, um ihr Gerätehaus zu erweitern. Für die Fahrzeuge möchten sie in Eigenleistung eine neue Halle bauen. Doch im Heilsbronner Rathaus gibt es Bedenken: Ein Teil des Löschweihers müsste aufgefüllt werden.
In der jüngsten Ratssitzung räumte die Stadtverwaltung ein, dass das Gerätehaus in Müncherlbach für die dort untergebrachten Fahrzeuge – ein Löschfahrzeug, ein Mannschaftswagen und ein Schlauchanhänger – eigentlich zu klein ist. Die Unfallverhütungsvorschriften würden wegen der Enge nicht eingehalten. Allerdings hat diese Situation die Ortsfeuerwehr selbst veranlasst. Den Mannschaftswagen hat sie selbst angeschafft, damit Feuerwehrleute bei der Fahrt zu den Einsatzorten nicht ihren eigenen Pkw nutzen müssen.
Wie bereits das bestehende Gerätehaus, wollen die Mitglieder der Feuerwehr auch die neue Fahrzeughalle in Eigenleistung bauen, wenn die Stadtkasse die Materialkosten von geschätzten 200.000 Euro übernehmen würde. Die Stadtverwaltung äußerte sich in der Sitzung zurückhaltend, weil die Investition „nicht im Finanzplanungszeitraum erfasst“ sei, so Tobias Christ. Und laut Feuerwehrbedarfsplan wären in diesem Stadtteil Fahrzeuge „für die Sicherstellung der kommunalen Gefahrenabwehr“ grundsätzlich nicht notwendig.
Bedenken gibt es im Rathaus, weil der Anbau westlich an das Gerätehaus erfolgen soll, wo sich der Löschweiher befindet. Dieser müsste zumindest für wenige Meter verfüllt und überbaut werden. Besser wäre, es ließe sich ein anderer Bauplatz für die Fahrzeughalle finden, hieß es. Das ist allerdings schwierig, weil bereits das Dorfgemeinschaftshaus an das Feuerwehrgerätehaus angebaut ist. „Mit Blick auf den Haushalt“ regte Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer eine Gegenüberstellung der Kosten für eine Fahrzeughalle über dem Löschweiher und auf festem Grund an. Bevor der Stadtrat Beschlüsse fasst, sollen Gespräche mit der Feuerwehr Müncherlbach geführt werden.