An Christi Himmelfahrt startete das viertägige Bullenheimer Weinfest. Offiziell eröffnet wurde es erst zwei Tage später: am Samstag.
Der Donnerstag ist traditionell der Weinwandertag. Da durften die Wandernden die einzelnen Weine an sieben Ständen bei den Reben trinken, erklärte der Weinbauvereinsvorsitzende Robert Kistner. Am Freitagabend gab es Partymusik mit DJ Simon Deboy für die Jugend und Junggebliebenen. Die Veranstaltung könnte noch besser besucht werden, meinte Kistner. „Aber die, die da waren, hatten Spaß.“
Dass die Celsius-Grade in diesem Jahr bislang keine Weinfesttemperatur hatten, das habe man vermuten können, meinte Kistner. Schließlich wisse man als Winzer, wann die Eisheiligen im Kalender liegen. Deshalb habe man im Zelt mit einer Heizung nachgeholfen, um angenehme Temperaturen zu erreichen. Die trieben die Zeubelrieder am Samstag nach der offiziellen Eröffnung ohnehin nach oben.
Weinprinzessin Miriam Lehrieder, für sie war es ihr zweites Weinfest, sprach von einem besonderen Highlight im Dorf. Es sei eine Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen. Gastfreundschaft, Gemeinschaft und die Liebe zum Wein würden sichtbar. Von klein auf sei sie in den Weinbergen dabei gewesen. Sie wisse um die Arbeit der Winzer und Winzerinnen.
Sie freue sich darauf, das 52. Weinfest eröffnen zu dürfen. Denn vor 30 Jahren habe ihre Mutter dies als Weinprinzessin schon getan. Seit vier Jahren feiert man wieder im Zelt. Ohne den Zusammenhalt im Dorf wäre all das nicht möglich.
Beim Empfang der Ehrengäste, darunter Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Margit Hofmann (eine der vier Stellvertreterinnen von Kitzingens Landrätin Tamara Bischof) und Uffenheims Bürgermeister Thomas Schmitt, stellte Miriam I. ihren Prinzessinnenwein, eine Scheurebe, vor. 2008 seien die Reben gepflanzt worden, da sei sie als Einjährige schon mit dabei gewesen.
Nach dem Empfang im Rathaus zogen Ehrengäste und Weinhoheiten aus dem Weinparadies und von der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße sowie Kaiserin Kunigunde vom Osing, begleitet von den Zeubelriedern, zum Festzelt.
Ippesheims Bürgermeister Rainer Bullmer nannte das Weinfest einen „Treffpunkt aller Generationen”. Gerade in der schnelllebigen Zeit seien solche Feste von unschätzbarem Wert, erinnerten sie doch daran, wie wichtig Gemeinschaft und persönliche Begegnungen seien.
Nach der offiziellen Eröffnung wurde kräftig gefeiert. Dazu hatten die Fußballspieler der SG Ippesheim-Gollhofen, die auch erwartet wurden, allen Grund, waren sie doch am Samstag Meister geworden.