Zum 109. Mal fand heuer ein Erntedankumzug durch die Ansbacher Innenstadt mit Ziel Kinderheim Kastanienhof in der Humboldtstraße statt.
Zahlreiche Kindergärten sowie Kinder- und Jugendkreise hatten Erntegaben gesammelt und auf liebevoll geschmückte Wagen gepackt. Pfarrer Oliver Englert von den Innenstadtgemeinden St. Johannis und St. Gumbertus berichtete, dass heuer 30 Wagen in dem Zug mitgezogen wurden.
Ihm war auch aufgefallen, dass viele Einzelpersonen in Körben ihre Gaben mitgebracht haben, die dann im „Kastanienhof“ eingelagert wurden. Erntegaben und Spenden für die diakonische Einrichtung der ambulanten und stationären Jugendhilfe „Kastanienhof“ seien sehr wichtig, betonte der Leiter des Diakonischen Werkes Ansbach, Pfarrer Martin Reutter.
Die Tradition des Ansbacher Erntedankumzuges geht auf eine Initiative des damaligen zweiten Pfarrers von St. Gumbertus, Friedrich Haußleiter, zurück, der im Weltkriegsjahr 1916 die Idee hatte, die zu Erntedank gesammelten Gaben an Bedürftige zu verteilen. Seit 1918 werden damit die Kinder im ehemaligen „Rettungshaus“, heute „Kastanienhof“, bedacht.
Pfarrer Englert zeigte sich zu Beginn des Erntedankumzugs sehr erfreut, dass sich auch heuer wieder viele Kinder auf den Weg gemacht haben, um Spenden zu sammeln und diese dann am Nachmittag des Erntedanksonntags in die Reitbahn zu bringen.
Viele Kindergärten aus dem Stadtgebiet, aber auch Kirchen- und Pfarrgemeinden und einzelne Dörfer, hatten im Vorfeld Lebensmittel gesammelt und diese auf die Bollerwagen gepackt. Zu dem Geläut von St. Gumbertus und St. Johannis zogen dann die 30 Wagen über den Johann-Sebastian-Bach-Platz und den Martin-Luther-Platz zum Südeingang der Johanniskirche.
Dort hielt Pfarrer Oliver Englert eine kurze Andacht, die musikalisch vom Posaunenchor des CVJM und dem Kinderchor mit Dekanatskantorin Ulrike Walch musikalisch begleitet wurde. Am Kastanienhof gab es noch für alle Teilnehmer an dem Zug als Dankeschön einen Kuchen.