Der Tourismusverband Franken hat seine Bilanz für das vergangene Jahr veröffentlicht. Während die Übernachtungszahlen in ganz Franken leicht gesunken sind, haben etwa die Städte Dinkelsbühl und Bad Windsheim wesentliche Zuwächse verzeichnet.
Für das gesamte fränkische Gebiet vermeldete der Verband, dass es 2025 im Vergleich zum Vorjahr 0,4 Prozent weniger Übernachtungen gab. Die Zahl der Gästeankünfte ist dafür mit 0,3 Prozent etwas gestiegen. Als Grund für die leicht rückläufigen Übernachtungszahlen verwies Thomas Bold, Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken, auf ein Einpendeln der Zahlen nach starken Vorjahren: „2024 war durch internationale Großereignisse in Bayern geprägt, darunter etwa die Fußball-Europameisterschaft. Diese Events haben auch auf Franken ausgestrahlt”, wird Bold in der Pressemitteilung des Verbands zitiert.
Aufgeschlüsselt nach Tourismusgebieten sind die Zahlen schwankend. Im Steigerwald stiegen sowohl die Gästeankünfte (0,1 Prozent) als auch die Übernachtungen (0,5 Prozent) leicht. Im Romantischen Franken dagegen sanken die Gästeankünfte um 0,5 Prozent, die Übernachtungen rutschten mit einem Minus von 1,1 Prozent wieder unter die Rekordmarke von 1,8 Millionen aus dem Jahr 2024.
Gegenläufig haben sich die Zahlen in Dinkelsbühl entwickelt. Nach einem starken Rückgang der Übernachtungen 2024 stiegen diese im vergangenen Jahr um ganze 6,7 Prozent, die Gästeankünfte gar um 8,3 Prozent. Damit verzeichnete Dinkelsbühl den stärksten Zuwachs aller in der Erhebung enthaltenen Städte.
Auch in Bad Windsheim (2,0 Prozent) und Ansbach (1,9 Prozent) gingen die Übernachtungszahlen hoch. In Rothenburg wurden es dagegen 1,8 Prozent weniger, die Zahlen liegen aber nach wie vor über der Marke von einer halben Million Übernachtungen.
Wesentlich gesunken ist auch die Zahl der Gäste aus dem Ausland, die laut Tourismusverband rund 15 Prozent der Gesamtzahl ausmachen. Am meisten Gäste kommen demnach aus den Niederlanden (fast 14 Prozent der ausländischen Reisenden), für die der Verband einen „Schwerpunktmarkt” ausgemacht hat. Insgesamt gingen die Übernachtungen ausländischer Gäste um 3,5 Prozent zurück.