Neun Jahre war Katja Wolff die leitende Regisseurin des Toppler-Theaters. 2024 beendete der Trägerverein der Sommerbühne die Zusammenarbeit. Katja Wolff empfand das als Rauswurf und wollte den nicht hinnehmen. Gab es inzwischen eine Verständigung?
Im vergangenen Jahrmachte Katja Wolff einen Streit zwischen dem „Verein Toppler Theater” und ihr öffentlich. Der Theaterverein sah ihren Vertrag als korrekt beendet an und wollte ihn nicht fortsetzen. Er hatte bereits Jürgen Eick als Nachfolger verpflichtet. Vorsitzender Jürgen Klatt sprach von „künstlerischen Differenzen” mit Katja Wolff. Die Theaterfrau bestand allerdings auf die Einhaltung einer Kündigungsfrist.
Anwälte tauschten Briefe aus. Im Verein führte dies zu einem tiefen Zerwürfnis. Mitarbeitende schieden aus. Eine einvernehmliche Lösung, etwa eine Abfindung, zeichnete sich nicht ab. Noch im vergangenen Dezember meinte Katja Wolff: „Wir wollen die Tür nicht zuschlagen, aber wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, müssen wir den Rechtsweg beschreiten.“
Dazu kam es bisher nicht. Jürgen Klatte geht davon aus, dass es auch zu keiner gerichtlichen Auseinandersetzung mehr kommt. Der Streit um den Arbeitsvertrag scheint im Sande verlaufen zu sein. Ein Indiz dafür, dass die ehemalige leitende Regisseurin des Toppler-Theaters, mit ihrer Forderung im Unrecht ist?
Sie sieht das nicht so: „Das ist natürlich Quatsch!”, so Katja Wolff auf Nachfrage: „Ich wollte mich jetzt nicht in die Waden dieser vier Herren verbeißen. Manchmal muss man einfach die Klügere sein und weiterziehen. Die Rothenburger vermisse ich natürlich und hoffe, dass ich ein paar von Ihnen in meinen Inszenierungen in Oldenburg, Dresden oder Cottbus wieder sehe!”
Derzeit erarbeitet Katja Wolff am Staatstheater Cottbus die Operette „Messeschlager Gisela”, an der Comödie Dresden läuft „Himmlische Zeit” und am Staatstheater Oldenburg „Cabaret”.