Tierheim Ansbach für Katzenschutzverordnung: Warum sie flächendeckend greifen soll | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.01.2026 10:00

Tierheim Ansbach für Katzenschutzverordnung: Warum sie flächendeckend greifen soll

Gruppenbild mit Katern: Die Zahl der Katzen im Tierheim ist für diese Zeit schon hoch. So sieht es die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Eva Lindner. (Foto: Oliver Herbst)
Gruppenbild mit Katern: Die Zahl der Katzen im Tierheim ist für diese Zeit schon hoch. So sieht es die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Eva Lindner. (Foto: Oliver Herbst)
Gruppenbild mit Katern: Die Zahl der Katzen im Tierheim ist für diese Zeit schon hoch. So sieht es die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Eva Lindner. (Foto: Oliver Herbst)

Einfach mal entspannt ins neue Jahr starten? Wer Tiere hält, weiß: Mit ihnen gibt es immer etwas zu tun. Ein Team in einem Tierheim wie in Ansbach kennt die Lage gut. 2026 richtet der Tierschutzverein Ansbach und Umgebung seinen Blick weiter auf das neue Hundehaus – aber auch auf ein anderes bekanntes Anliegen.

47 Katzen beherbergt das Tierheim im Moment. „Um die Zeit ist das schon viel”, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Eva Lindner. An Hunden sind es elf, was sie okay findet. Hinzu kommen vier Wellensittiche, drei Kaninchen und zehn Meerschweinchen.

Oft bereitete und bereitet es noch Schwierigkeiten, dass Menschen einander zu Weihnachten Tiere schenken, die ihnen aber schnell lästig werden, und dass die Halterinnen und Halter sie dann ebenso rasch wieder abgeben wollen. Fürs Tierheim in der Stadt stellt Eva Lindner allerdings fest: „Das kriegen wir gar nicht mit und haben wir auch schon in den vergangenen Jahren nicht mehr mitgekriegt.”

Selten ein ganz spontaner Besuch vor Weihnachten

Das Tierheim achte auch im November und gerade im Dezember auf dieses Phänomen, wenn es Tiere vermittelt. Es gebe „ganz selten Leute, die sehr spontan noch vor Weihnachten kommen und am liebsten gleich ein Tier mitnehmen wollen”. In derartigen Fällen vereinbare das Team bewusst einen Termin fürs neue Jahr, wenn man unsicher sei, gerade wenn auch Kinder mit dabei seien.

Es sei ja teilweise spürbar, ob die Menschen sich diesen Schritt überlegt hätten. „Da haben wir schon so ein, zwei Fälle jedes Jahr.” Bei den in jüngster Zeit hinzugekommenen Tieren im Heim sei es anders: Da gebe es vielmehr zum Beispiel zwei aufgefundene Katzenwelpen. Ein Halter zweier Hunde sei überdies verstorben. „Ein anderer wollte seinen Hund abgeben, hatte ihn aber schon seit über einem Jahr.”

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Im Herbst soll der neue Komplex dann fertig sein

Weiter plant der Tierschutzverein daran, sein neues Hundehaus zu bauen. Losgehen soll es damit im Frühjahr, sobald der geänderte Bauantrag genehmigt ist; der Quarantänebereich wechselt gegenüber dem ursprünglichen Konzept die Seite, „weil es einfach von der Trennung von den anderen Tieren besser ist”, führt Eva Lindner aus. Für den Herbst sieht das Domizil vor, dass das Hundehaus dann fertig ist.

„Wenn die Baustelle anfängt, ist der Auslauf hinten komplett weg”, erläutert die Vorsitzende. Deshalb versucht der Verein im Augenblick, nicht mehr als elf bis zwölf Hunde zu kommen, damit insgesamt noch genug Auslauffläche besteht. Außerdem bedeuteten der Baulärm und die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter auf dem Grundstück natürlich mehr Stress für die Hunde.

Ein weiteres Vorhaben schließt das Domizil im neuen Jahr ab: die Seitenwand am Anbau des Katzenhauses zu begrünen. „Das ist zurzeit wärmetechnisch relativ ungünstig: Wir haben da im Sommer sehr hohe Temperaturen, wenn die Sonne draufscheint”, bemerkt die Tierheim-Chefin.

In Deutschland nach wie vor in der Diskussion

Nach wie vor steht in ganz Deutschland eine flächendeckende bundesweite Katzenschutzverordnung in der Diskussion. Auch die 45-Jährige fordert diese weiter. „Wir sehen es jedes Jahr an den kranken Kätzchen, die kommen”, unterstreicht sie.

Eine Verordnung für die Stadt, die auf einzelne Straßen beschränkt wäre, „wie es aktuell mal angedacht war”, hält sie für nutzlos. „Sobald man da alles in den Griff bekommen hat, taucht irgendwo anders eine Katze auf.”

Was sollen sich Menschen überlegen, wenn sie ein Tier aufnehmen möchten? Sie sollen prüfen, ob sie die Zeit dafür haben, wie Eva Lindner zu bedenken gibt. „Jedes Tier hat einen anderen Zeitanspruch.” Außerdem gehe es darum, ob der notwendige Platz vorhanden ist, egal ob es ein Kleintier, eine Katze oder ein großer Hund ist.

Vernünftige Spaziergänge in unmittelbarer Nähe

Bei Hunden stelle sich überdies die Frage, ob es möglich ist, in unmittelbarer Nähe vernünftig mit ihnen spazieren zu gehen. Gleichermaßen entscheidend ist für die Vorsitzende, ob jemand das Tier betreuen kann, wenn man sich selbst nicht mehr kümmern kann. Gerade bei alleinstehenden und älteren Menschen sei dies bedeutsam.

Die 45-Jährige geht außerdem darauf ein, ob die Halterinnen und Halter es finanziell stemmen können, wenn das Tier einmal krank wird oder wenn sie mehrere Tiere beherbergen. „Die Tierarztkosten sind schon deutlich gestiegen”, macht sie deutlich.

Das Tierheim vermittelt Tiere immer mittwochs von 16 bis 17 Uhr sowie samstags von 15 bis 17 Uhr. Dazu ist es nötig, vorab telefonisch oder per E-Mail Termine zu vereinbaren: 0981/62170 oder info@tierheim-ansbach.de

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