Seit dem 17. Januar trainiert Fußball-Regionalligist SpVgg Ansbach wieder auf dem Platz. Am Samstag, 24. Januar, bestreitet er sein erstes Testspiel im neuen Jahr. Zu Gast auf dem heimischen Kunstrasenplatz ist um 14 Uhr der Bayernligist ATSV Erlangen.
Letztmals trafen beide Mannschaften Anfang Juli 2024 zu einem Vorbereitungsspiel aufeinander und das endete mit einer Überraschung: Gastgeber SpVgg Ansbach musste sich mit 1:2 geschlagen geben. Auch diesmal ist nicht davon auszugehen, dass die Erlanger einen Sparringspartner abgeben werden. Die Mannschaft von Trainer Shqipran Skeraj, der in der 2. Bundesliga für die SpVgg Greuther Fürth und den TuS Koblenz am Ball war, liegt in der aktuellen Saison der Bayernliga Nord auf dem guten 6. Tabellenplatz. Die Spielrunde 2024/25 schloss sie auf Rang vier ab.
Für den neuen Sportlichen Leiter des ATSV, Sandro Cescutti, gibt es ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein: Die Fußballer-Karriere des gebürtigen Brucker nahm bei der SpVgg Ansbach Fahrt auf, für die er in der Saison 2001/02 in der Regionalliga spielte. Er war danach als Profifußballer unter anderem für den TSV 1860 München, die SpVgg Unterhaching und TSG Hoffenheim aktiv.
Auch Tanyel Deliboyraz kennt die nullneuner gut: Der technisch starke Offensivspieler trug das Ansbacher Trikot seit 2018 als Junior, schaffte den Sprung in die 1. Mannschaft und wechselte nach Ablauf der vergangenen Regionalliga-Saison zum ATSV. Der 21-Jährige wirkte dort in allen bisherigen 18 Saisonspielen mit und erzielte drei Tore. Die Erlanger inzwischen wieder verlassen hat der Ex-Ansbacher Sebastien Döring, der sich den Würzburger Kickers angeschlossen hat.
Der Kader der SpVgg Ansbach hat sich seit der Winterpause geringfügig geändert. Neben Tom Walker (vormals Abadjiew), der sich noch keinem neuen Verein angeschlossen hat, trägt auch Tarkan Ücüncü nicht mehr das Trikot der Grün-Weißen – er unterschrieb beim türkischen Zweitligisten Bandirmaspor einen Profivertrag, wurde dort aber nach wenigen Tagen an den türkischen Drittligisten Isparta 32 Spor verliehen. Neu verpflichtet haben die nullneuner Torhüter Jan Mottl, der von der SpVgg Greuther Fürth II kam. Der bekommt gegen den ATSV auch gleich eine Chance, sich eine Halbzeit lang zu zeigen.
SpVgg-Coach Niklas Reutelhuber ist mit der ersten Trainingswoche nach der Winterpause sehr zufrieden: „Wir sind komplett, alle hinterlassen einen guten Eindruck.” Froh ist er, dass mit dem lange Zeit verletzten Matthias Hahn wieder ein Abwehrspieler mehr zur Verfügung steht. „Er hat bislang alle Einheiten vollumfänglich mitmachen können. Ob er gegen Erlangen schon eingesetzt wird, entscheidet sich kurzfristig.”
Ein Schwerpunkt der Wintervorbereitung liegt auf einem verbesserten Defensivverhalten. Aus gutem Grund: Die Ansbacher stellen mit 35 selbst erzielten Toren zwar den fünftbesten Angriff der Regionalliga Bayern, haben bei 43 Gegentoren aber die zweitschlechteste Abwehr. „Wir praktizieren verschiedene Übungsformen, damit wir in der Defensive stabiler werden. Wichtig ist, dass die Mannschaft dies sowohl in allen Trainingseinheiten, als auch in den Spielen umsetzt”, fordert Reutelhuber gerade im Abwehrverhalten höchste Konzentration.
Ob sich der Kader der SpVgg bis zum Restart am 28. Februar mit dem Punktspiel beim FC Augsburg II noch vergrößert, muss abgewartet werden. Derzeit trainieren immer mal wieder mögliche Neuzugänge mit. „Wir schauen uns die genau an und entscheiden dann in aller Ruhe”, lässt Reutelhuber wissen.